EU-Gipfel in Brüssel Politik

Barroso: "Alles" für eine Rettung des Euro tun

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Jose Manuel Barroso möchte mit Europa Kurs auf ein Ende der Krise nehmen

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Jose Manuel Barroso möchte mit Europa Kurs auf ein Ende der Krise nehmen

Am Donnerstagabend beginnt der zweitägige EU-Gipfel in Brüssel. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso rief die EU-Mitgliedstaaten dazu auf, ein klares Zeichen im Kampf gegen die Euro-Krise zu setzen. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker warnte Großbritannien indes vor dem Versuch, Sonderrechte zu fordern.

Barroso unterstrich am Donnerstag vor Beginn eines Kongresses der Europäischen Volkspartei in Marseille die Wichtigkeit des EU-Gipfels. "Die ganze Welt blickt auf uns", sagte der Portugiese. Er appellierte eindringlich an die Staats-und Regierungschef, "alles" für eine Rettung des Euro zu tun. "Es ist extrem wichtig, dass wir alle, die ganze EU, zeigen, dass der Euro unumkehrbar ist." Der Brüsseler Gipfel sei "entscheidend".

Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder kommen am Donnerstagabend in Brüssel zusammen, um über die Euro-Schuldenkrise zu beraten. Deutschland und Frankreich setzen sich dabei für verbindliche Regeln in der Haushaltspolitik und für eine engere wirtschaftspolitische Abstimmung ein. Diese Änderungen wollen sie vertraglich verankern.

Juncker warnt Briten
Vor dem EU-Gipfel hat Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker Großbritannien davor gewarnt, im Zuge möglicher Änderungen der EU-Verträge Sonderrechte herausschlagen zu wollen. Er werde nicht hinnehmen, dass das Nicht-Euro-Land Großbritannien sich im Gegenzug für seine Zustimmung Rechte und Pflichten insbesondere im Finanzsektor herausnehme, die andere nicht hätten, sagte der luxemburgische Regierungschef dem französischen Radiosender France Info am Donnerstag.

Wenn es auf dem Gipfel keine Einigung aller 27 Staaten geben, "werden wir eine Einigung innerhalb der 17 (Euro-Staaten) schließen". Der britische Premierminister David Cameron hatte am Vortag mit einem Veto gegen EU-Vertragsänderungen gedroht, sollte Großbritannien nicht "Sicherheiten" von den EU-Partnern erhalten, insbesondere im Bereich seines wichtigen Finanzsektors.


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