Bericht der Ratingagentur Politik

Moody's "schenkt" Österreich AAA-Status

Maria Fekter

Das AAA-Rating dürfte auch Finanzministerin Fekter erfreuen

Maria Fekter

Das AAA-Rating dürfte auch Finanzministerin Fekter erfreuen

Einen Tag vor Weihnachten macht die Ratingagentur Moody's Österreich mit ihrem aktuellen Bericht ein verfrühtes Geschenk. Demnach behält die Alpenrepublik die höchste Kreditwürdigkeit.

Die US-Agentur begründet das AAA-Rating in einer Aussendung am Freitag damit, dass Österreich über einen wettbewerbsfähigen Exportsektor, eine stark diversifizierte Wirtschaft und eine niedrige strukturelle Arbeitslosigkeit verfüge. In diesem Kontext sieht Moody's es als positiv an, dass die österreichische Regierung eine Schuldenbremse in der Verfassung verankern wolle.

Druck auf das Rating könnte aus einer substanziellen und anhaltenden weiteren Verschlechterung der Schuldensituation kommen. Ein Szenario mit einer Reihe von Staatsbankrotten oder Austritten aus der Euro-Zone könnte ebenfalls Druck auf die Bewertung Österreichs und auch anderer "AAA"-Mitglieder der Euro-Zone bringen, heißt es in der heutigen Mitteilung weiter.

Dass diese Bewertung nicht selbstverständlich ist, musste vor wenigen Tagen das Nicht-Euro-Land Großbritannien erfahren. Wegen der schwachen Wachstumsprognose und der hohen Staatsverschuldung sei es möglich, dass die Briten ihre Bestnote "Triple A" nicht halten können, geht aus dem Jahresbericht von Moody's hervor.

Drohung für 15 Euro-Staaten
Anfang Dezember hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor's für 15 Eurostaaten, darunter auch Österreich, einen negativen Trend prognostiziert. Daraufhin wurde kurzfristig ein EU-Gipfel einberufen, bei dem alle 27 Mitgliedstaaten außer Großbritannien ein "Ja" zu strikteren Regeln zum Schuldenabbau abgaben.


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