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03.01.2012

Streit um Beamte

Neugebauer klopft seinem Vizekanzler auf die Finger

Fritz Neugebauer und Michael Spindelegger

Parteikollegen, aber in unterschiedlicher Position und nicht immer einig: Fritz Neugebauer und Michael Spindelegger (© Lisi Niesner / Reuters)

ÖVP-interner Schlagabtausch: Vizekanzler Michael Spindelegger hatte am Wochenende als eine sofort wirksame Sparmaßnahme einen Aufnahmestopp für Beamte vorgeschlagen, doch da hat sein Parteikollege Fritz Neugebauer etwas dagegen. Im Ö1-Morgenjournal stellt der Vorsitzende der Beamtengewerkschaft klar: "So sicher nicht."

Jährlich gehen rund 3300 der 130.000 Bundesbeamten in Pension. Nach Wunsch von ÖVP-Obmann Spindelegger sollen diese Posten zukünftig nicht mehr nachbesetzt werden. Diese Maßnahme würde das Budget immens entlasten, auch wenn die Polizisten davon ausgenommen werden sollen.

"Das wird nicht haltbar sein"
Mit diesem Plan ganz und gar nicht einverstanden ist allerdings der oberste Beamtengewerkschafter. Neugebauer erhebt Einspruch: Einen generellen Aufnahmestopp könne er nicht nachvollziehen. "Das wird so nicht haltbar sein und da wird auch die Gewerkschaft ein wachsames Auge haben." Man dürfe nicht durch einen generellen Aufnahmestopp "dem Rechtsstaat die Luft ausgehen lassen."

Die Regierung sei verpflichtet, mit der Personalvertretung zu verhandeln, so Neugebauer. Da werde man dann sehen, wo nach dem Stellenabbau der vergangenen Jahre überhaupt noch Spielraum ist.

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5 Kommentare von unseren Lesern

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postbrawler (246)
09.01.2012 11:09

Kann man nicht verallgemeinern
Ärzte sind genauso Beamte wie Lehrer und die oft für solche Debatten herangezogenen "Verwaltungsbeamten". Ich denke jeder, der mal auf einem Amt vorgesprochen hat kann eine Anektote zum Thema Einsparungspotenzial beisteuern, trotzdem gilt es in dieser Debatte differenziert und mit dem nötigen Maß an Fingerspitzengefühl vorzugehen, und die "faulen Zwetschken" gezielt auszuklauben, statt mit einer Pauschalregel alles noch zu verschlimmbessern.

0

lisimi (3)
05.01.2012 20:06

Mal überlegen
Hört sich gut an im öffentl. Dienst einzusparen.Also unsere jungen Menschen haben keine Chnace mehr in diesen Bereichen tätig zu sein Pflege/Gesundheitsbereich, Müllabfuhr, Energieversorgung,öffentl. Verker auch in der Verwaltung haben die jungen Leute keine Chande mehr. Tolles Programm !! Keine Lehrlingsausbildung in diesen Bereich - Wird das Geld das man bei der Arbeitsplatz vernichtung einspart bei AMS Service, Kurse u Notstand ausgeben. Sehr sinnvoll ! Ich bin keine Beamtin aber ich denke an die jungen Leute die Arbeit brauchen die Privatwirtschaft schafft nicht all diese Arbeitsplätze !!

0

saint13 (278)
03.01.2012 16:23

Ich
Würde mal sagen es ist doch egal ob drei beim kaffee
trinken sitzen oder 6. nur billiger wäre es.

0

franzjosefs (305)
03.01.2012 10:14

Bingo
Bingo! Der oberste Reformbremser und Betonblock in der Brandung hat gesprochen.
http://gedaunknsplitta.blog.de

1

Sunny_Y (421)
03.01.2012 08:39

Schnellschuss
es ist untragbar, dass die höchsten Repräsentanten des Staates nicht in der Lage sind, mit bis zum Ende durchdachten und abgestimmten Vorhaben an die Öffentlichkeit zu gehen. Diese unüberlegten Schnellschüsse und Versuchsballone sind unseriös, lächerlich und nerven!
Man muss wirklich daran zweifeln, dass diese Politiker in der Lage sind, Österreich erfolgreich zu managen.


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