Causa Pelinka eskaliert Politik

Faymann: ORF-Job Sache von Wrabetz

Faymann: ORF-Job Sache von Wrabetz

Niko Pelinka und Alexander Wrabetz: Die Querelen um den SPÖ-Youngster gehen weiter (© Herbert Neubauer (www.picturedesk.com))

Wrabetz und Pelinka
Niko Pelinka und Alexander Wrabetz: Die Querelen um den SPÖ-Youngster gehen weiter
Kanzler Faymann hat am Montag in der ZIB 2 zur Kritik an der Bestellung Pelinkas Stellung genommen. Die "Zeit im Bild"-Redakteure und ihre Kollegen aus den Redaktionen für Diskussionssendungen, Wetter und "Heute in Österreich" haben wegen der geplanten ORF-Personalbestellungen am Montag weitere Proteste angekündigt.

In einer Resolution fordern die ORF-Journalisten Resolution von Generaldirektor Alexander Wrabetz eine Rücknahme der angekündigten Bestellung. Unmittelbar nach der Bekanntgabe der geplanten Posten-Besetzungen via OTS-Presseaussendung vom 23. Dezember habe man die Empörung über "offensichtliche partei-politische Wunscherfüllungen" in einem Mail an den Generaldirektor geäußert, so der Resolutionstext. "Bis heute ist dazu keine Antwort eingetroffen, in Interviews hält der Generaldirektor an seinen umstrittenen Bestellungen fest."

"Rufschädigend"
Die öffentliche Diskussion darüber habe in den vergangenen zwei Wochen klar gemacht, wie sehr die geplanten Postenbesetzungen als politische Wunscherfüllung gesehen würden. "Das halten wir in hohem Maße für unternehmensschädigend. Schon alleine, weil der Eindruck entsteht, die Unabhängigkeit des ORF sei nicht mehr gegeben, fordern wir den Generaldirektor auf, die Postenbesetzungen zurückzunehmen." Da die geplanten Avancements "weder formal, noch juristisch haltbar" seien, beauftragen die Journalisten die Redakteurs- und Personalvertretung, alle juristischen Mittel zu deren Verhinderung auszuschöpfen. Darüber hinaus würden die Protestmaßnahmen der Redaktion fortgesetzt.

Faymann: Keine "Einmischung"
Bundeskanzler Werner Faymann (S) mischt sich nicht ein, wer Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wird. Angesprochen auf die Proteste gegen die Designierung des bisherigen SPÖ-"Freundeskreisleiters" im Stiftungsrat, Nikolaus Pelinka, meinte der SPÖ-Chef Montagabend in der "ZiB2", auch er würde es sich nicht nehmen lassen, seinen Bürochef selbst auszusuchen.

Wenn der ORF-Generaldirektor also jemanden als Leiter seines Büros wolle, dann rede er nicht mit, so Faymann. Angesprochen auf die Kritik der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S), dass die SPÖ diese Besetzung nicht notwendig haben sollte, meinte der Kanzler, auch Burgstaller suche sich ihren Bürochef selbst aus.

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