Büroleiter-Job Politik

Pelinka: Wenn Wrabetz will, ziehe ich Bewerbung zurück

Nikolaus Pelinka

Niko Pelinka

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Nach den heftigen Protesten rund um seine Bestellung zum Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat Niko Pelinka am Freitag auf Rücktrittsauforderungen reagiert. Seine Bewerbung ziehe er allerdings nur wenn der ORF-Boss persönlich "das wünsche" zurück, so der 25-Jährige.

In Reaktion auf die Aufforderung der ORF-Redakteure verwies Niko Pelinka darauf, dass er dem ORF-Generaldirektor bereits ein Angebot zum Zurückziehen seiner Bewerbung gemacht habe. Der Schritt sei davon abhängig, ob Wrabetz das wünsche.

Freitag Mittag hatten die ORF-Redakteure (ZiB, Diskussionssendungen, Wetter, Heute in Österreich) in einer Redakteursversammlung einen Offenen Brief an Niko Pelinka verfasst. Darin fordern sie ihn auf, von dem Posten als Büroleiter von ORF-Chef Alexander Wrabetz abzusehen.

Lesen Sie hier den Brief im Wortlaut

Bei der heutigen Betriebsversammlung handelte es sich schon um die zweite in dieser Woche: Am Montag war die erste Redakteursversammlung einberufen worden. Danach hatten die "Zeit im Bild"-Redakteure und Kollegen eine Resolution verabschiedet. In dieser forderten sie die Rücknahme der geplanten Bestellungen.

Rückzug geplant?
Jetzt wird gemunkelt, dass die SPÖ bereits ein Aussteigsszenario für Niko Pelinka plant. Denn: Selbst wenn der 25-Jährige hart bleibt und den Job antritt, erwartet ihn eisige Kälte von Seiten der Belegschaft. 1.360 ORF-Journalisten hatten diese Woche einen Protestbrief gegen "Postenschacher" unterschrieben. Und das war nur der erste Schritt. Geplant sind Mobbing-Aktionen der übelsten Art, wie aus ORF-Kreisen durchsickert: Flashmobs gegen den SPÖ-Youngster, Spams und dergleichen.

Imageverlust
Gut daran, den Posten nicht anzutreten, täte Pelinka: Viele sagen der SPÖ durch diesen Zug einen herben Imageverlust voraus. Das deckt sich auch mit einer Heute.at-Umfrage: Über 80 Prozent würden ihm raten, davon Abstand zu nehmen, wie die Umfrage zeigt.

Kommenden Montag will jedenfalls Wrabetz das Hearing der Kandidaten für den Posten des Büroleiters durchführen. Der ORF-Betriebsrat will dieses Hearing nun verzögern und Stiftungsräten die Grundlage entziehen, künftig direkt einen ORF-Posten erhalten zu können.
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1 Kommentar
derpradler Veteran (287)

Antworten Link Melden 0 am 13.01.2012 14:16

hatten nie etwas dagegen als Bacher den ORF schwarz färbte, als die ÖVP mit Hilfe des Moltofons, Molterer-Mück, die ZIP dirigierte. Ausgerechnet die ZIP-Leute die sehr oft ihre Posten aus parteipolitischer ÖVP -Nähe oder verwandtschaftlichen Verhältnisen heraus , bekamen und nicht ihrer Qualifikation wegen, ausgerechnet diese Leute regen sich besonders auf. Wahrscheinlich wollte einer dieser "Nachrichtenableser", Chef werden, und weil das nicht gelang, geht er jetzt über Pelinka gegen Wrabetz vor!

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