SPÖ, ÖVP und Grüne Politik

Kritik an HC Straches Neujahrsrede

Heinz-Christian Strache

Strache polterte in gewohnter Manier

Heinz-Christian Strache

Strache polterte in gewohnter Manier

Die Aussagen von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache beim Neujahrstreffen seiner Partei in Salzburg (Heute.at berichtete) ist bei den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP sowie bein den oppositionellen grünen auf Kritik gestoßen.

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas sprach von "Populismus", ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch von "Politgepolter" und der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Stefan Wallner, von "rechten Entgleisungen".

Rudas stellte gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest: "Der Obmann der Freiheitlichen übt sich wieder einmal in inhaltsleeren Phrasen und blankem Populismus, statt durch konstruktive Vorschläge Verantwortung für Österreich zu zeigen". Neuerlich habe Strache in seiner Rede die gesamte Eurozone und die EU kritisiert und mit der absurden Idee eines Ausstiegs kokettiert.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin wies darauf hin, dass renommierte Wirtschaftsexperten sich einig seien, dass Österreich massiv von der gemeinsamen Währung profitiert habe und nach wie vor von ihr profitiere. "Und dazu kommt, dass etwa eine halbe Million Arbeitsplätze durch einen Austritt aus dem Euro gefährdet würden. Das heißt, die Kehrseite der angestaubten Medaille, die Strache uns verkaufen will bedeutet Massenarbeitslosigkeit und Verlust des sozialen Wohlstands."

Dass mit der FPÖ kein Staat zu machen sei, zeige sich auch an deren Haltung zum Korporationsball (WKR-Ball), die am Samstag in der Forderung ihren Gipfel erreicht habe, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Ariel Muzikant, der dem WKR-Ball kritisch gegenübersteht, solle zurücktreten. "Der offensiv zur Schau getragene Unwille der FPÖ, sich vom WKR-Ball, diesem alljährlichen rechtsextremen Vernetzungstreffen, abzugrenzen ist ungeheuerlich und einmal mehr entlarvend", so Rudas.

Rauch sagte laut einer Aussendung der ÖVP: "Das Politgepolter der FPÖ schadet Österreichs Sicherheit und Stabilität. Das Nein zur Schuldenbremse, die EU-feindlichen Töne und die permanente Verunsicherung der Bevölkerung mit Halbwahrheiten, säen eine Saat der Zwietracht in der heimischen Innenpolitik".

"Anstatt konstruktiv an der politischen Gestaltung Österreichs mitzuwirken, beschränken sich Strache und seine Poltergeister lieber auf Polemik und Angstmache. Die blaue Politik beschäftigt sich nicht mit der Zukunft Österreichs, sondern nur mit der Vergangenheit und dem blauen Ego", wurde Rauch zitiert.

Rauchs abschließender Befund: "Wenn Strache wirklich Verantwortung für Österreich übernehmen will, muss seine Partei der Schuldenbremse zustimmen, um das Land nachhaltig auf gesunde Beine zu stellen. Vom selbst erhobenen Anspruch eine staatstragende Partei zu sein, ist die FPÖ derzeit so weit entfernt, wie die Sahara vom Schneechaos."

Wallner kommentierte die Rede des FPÖ-Chefs aus Sicht der Grünen so: "Strache, der mit beiden Beinen im schwarzblauen Korruptionssumpf feststeckt, spricht auf seinem Parteitag über die Zukunft. Das ist absurd." Weiters hieß es in einer Aussendung: "Mit Vorschlägen aus der Voodoo-Ökonomie (copyright: Van der Bellen) will der Freiheitliche die österreichische Wirtschaft und Europa offensichtlich in den Abgrund treiben."

Besonders "grotesk" sei es für die Grünen, wenn Strache von "Mut für die Zukunft" spreche. "Dabei bleibt er in der braunen Vergangenheit kleben. Seine Aussagen zum WKR-Ball und zu Ariel Muzicant sind wieder einmal rechte Entgleisungen und scharf zu verurteilen."

APA/red


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4 Kommentare
bohuslav0_0 Routinier (53)

Antworten Link Melden 0 am 27.01.2012 22:52

In der Vergangenheit wurde, wenn Wahlen bevor standen, mit allen Mitteln versucht, die FPÖ rechtsradikal in Erscheinung zu bringen. Da die Bevölkerung langsam dies durchschaut, versucht man andere Mittel. Tatsache ist, dass die regierenden Parteien die jetzige Situation, durch Betrug bei der EU-Abstimmung ( Propaganda ), durch Verkauf des Familiensibers an Freunde, und durch die in dieser Zeit entstandenen Schulen verursacht hat. Und jetzt redet man uns ein, dass wir die Schulden verschiedenster korrupter Staaten tragen sollen, damit der reiche gierige Mann, den Wert seiner Anleihen nicht verliert.

Sunny_Y Veteran (421)

Antworten Link Melden 0 am 23.01.2012 07:11

Was uns rot/schwarz jeden Tag bietet, ist eine Katastrophe. Nur auf Strache zu schimpfen, hat sich schon in der Vergangegnheit nicht bewährt. Mit dieser Politik werden sie Strache wieder die Wähler zutreiben.
Ich wäre jedenfalls auch dafür, aus diesem Geldvernichtungsverein namens EU sofort auszutreten! Den sogenannten Fachleuten glaube ich nichts mehr. Die Lage in Griechenland wurde auch total falsch eingeschätzt. Jetzt müssen sie zugeben, dass das Land auch mit noch so viel Geld nicht zu retten ist. Und in diesem Chaos ernsthaft daran zu denken, auch noch Kroatien als weiteren Blutsauger in die EU aufzunehmen zeigt, dass offenichtlich niemand daran interessiert ist, die Probleme zu lösen.

Ricky Veteran (430)

Antworten Link Melden 0 am 22.01.2012 16:32

Was glaubt Rot,Schwarz od.Grün das sie die Weisheit gepachtet hat? Ist nur schade das man nichts davon merkt. Sie waren es die uns in den Abgrund gesteuert haben u.jetzt versuchen sie die Schuld d.Blauen i.die Schuhe zu schieben. Ich bin auch wie viele andere dafür das wir uns aus der EU verabschieden bevor uns die noch mehr aussaugen. Weiters sollen unwillige Zuwanderer die weder arbeiten noch die deutsche Sprache lernen wollen zurück in die Heimat gehen sollen. Und man sollte nicht immer die Kleinen die immer gearbeitet u.Steuern gezahlt haben an den Kragen gehen, sondern sich das Geld anderwärtig holen, bei den Reichen u.Banken.

franzjosef0815 Veteran (539)

Antworten Link Melden 0 am 22.01.2012 23:03 als Antwort auf das Posting von Ricky am

Am besten morgen in der Heute über den Neujahrsauftakt von FPÖ und BZÖ berichten.
Weil dann hat man gleich 2 politischen Themen drinnen. Und dann noch der Kroatien Beitritt als Cover-Story und er Unfall von Sabrina Rauch auch dazu. Ja des wird spannend morgen zwinkern. Bin schon gespannt was am Cover ist (Concordia Schiff war auch wieder etwas los, erstes deutsches Opfer u.a.).

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