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15.02.2012

Heer am Existenzminimum

Soldaten über Gehaltskürzungen empört

Bundesheer

(© Reuters)

Scharfe Kritik an den im Sparpaket geplanten Gehaltskürzungen für Soldaten haben am Mittwoch die Offiziersgesellschaft und die Unteroffiziersgesellschaft geübt.

"Der Stellenwert des Bundesheeres und seiner Soldaten ist offensichtlich in den Augen der Politik auf einen Nullpunkt gesunken", beklagten die Vereinspräsidenten Eduard Paulus und Paul Kellermayr.

Die Abgeltung einer 41. Wochenstunde für uniformiertes Personal der Streitkräfte sei seit Jahrzehnten geltende Regelung. Die geplante Streichung komme einer Gehaltskürzung von zwei bis sechs Prozent gleich. In Verbindung mit der in Aussicht gestellten Nulllohnrunde bedeute dies eine Benachteiligung der Soldaten, wie sie "keinem anderen Dienstzweig zugemutet wird".

Die Offiziers- und die Unteroffiziersgesellschaft forderten die Regierung auf, die über die Nulllohnrunde hinaus angedachten Gehaltskürzungen zurückzunehmen und warnten vor "Nachteilen für die Sicherheit der Republik" durch die Einsparungen im militärischen Bereich.

Oppsosition tobt
Die Oppositionsparteien FPÖ und BZÖ laufen Sturm gegen die geplanten Einsparungen beim Bundesheer. FPÖ-Wehrsprecher Peter Fichtenbauer sah anlässlich der jüngst publik gewordenen Pläne seine "schlimmsten Erwartungen" noch übertroffen. BZÖ-Verteidigungssprecher Kurt List sah sich an "Raubritter im Mittelalter" erinnert. Beide schossen sich in Aussendungen auf Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) ein.


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