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25.02.2012
92,9 % beim Parteitag
Manfred Juraczka neuer Wiener ÖVP-Chef
Der neue Wiener …VP-Chef Manfred Juraczka während seiner Rede (© APA)
Der nicht amtsführende Stadtrat und ehemalige stellvertretende Bezirksvorsteher von Hernals folgt auf Christine Marek, die sich im September des Vorjahres als Obfrau verabschiedet hat.
"Neustart notwendig"
Die internen Turbulenzen in der Vergangenheit waren wohl mit ein Grund, warum für den Parteitag das simple Motto "Willkommen zum Neustart" gewählt worden war. Auch Juraczka konstatierte: "Dieser Neustart ist notwendig, machen wir uns nichts vor." Das Wahlergebnis 2010, interne Diskussionen und bescheidene Meinungsumfragen hätten gezeigt, dass es nicht so weitergehen könne.
Sofort setzte es Schelte gegen die SPÖ, die Grünen und die "linke" FPÖ (© APA)
"Ich werde alles in meiner Macht stehende unternehmen, um die vielzitierte Basis noch viel stärker als bisher in die politische Arbeit einzubinden", versprach der Neo-Obmann in seiner Rede. Er versicherte, dass er es durchaus als Kompliment verstehe, wenn jemand sage: "Der kommt ja direkt aus der Partei." Darauf sei er stolz: "Woher soll ich denn sonst kommen, aus der Wundertüte?"
Schelte für die SPÖ
"Liebe Freunde, heben wir das große Potenzial der Wiener ÖVP", forderte Juraczka die Delegierten auf. Wobei sich die Arbeit weniger der Partei, sondern der "großartigen Heimatstadt" Wien widmen müsse. Mit dieser steht es - jedenfalls was die politischen Rahmenbedingungen betrifft - laut Juraczka aber nicht zum Besten. "Die Wiener SPÖ ist träge, verkrustet, unbeweglich, erneuerungsresistent, aber dafür in einem hohen Maß selbstgefällig", urteilte er etwa über die stärkste Kraft im Wiener Rathaus.
Kritik für "linke Politik" der FPÖ
Auch für die Grünen oder die FPÖ setzte es Kritik, interessanterweise für beide unter anderem wegen "linker Politik". Denn auch die Freiheitlichen würden sich angesichts von Forderungen nach einer Benzinpreisbindung oder nach einem Mindestlohn von 1.500 Euro immer öfter als "linke Kraft" positionieren, befand Juraczka. Die Volkspartei, so betont er, stehe hingegen für bürgerliche Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit oder Leistung.
APA/Red.
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1 Kommentar von unseren Lesern
franzjosef08... (470)
25.02.2012 20:26
Nur knapp 93%?
Ist äußerst wenig.
Der
BZÖ Wien Obmann hatte knapp 98% und diese Partei sitzt nicht einmal im Landtag.
Mit der Wiener ÖVP geht es immer mehr bergab...
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