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EU-Agenturen verprassen 690 Millionen €/Jahr

EU-Agenturen verprassen 690 Millionen €/Jahr

Die Blumenfassade um 300.000 Euro verwelkte leider (© EEA)

Blumfassade
Die Blumenfassade um 300.000 Euro verwelkte leider
Zehn der 52 EU-Agenturen sind "unnötig" und könnten geschlossen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des EU-kritischen Thinktanks "Open Europe" in London.

Von den jährlichen Ausgaben in der Höhe von 2,4 Milliarden Euro aus dem EU-Budget würden so 688 Millionen problemlos eingespart.

Einige der Vorwürfe im Detail:
  • Um 300.000 Euro wurde 2010 an der Fassade der "Europäischen Umweltagentur" (EEA) in Kopenhagen eine Europakarte aus Blumen gepflanzt – nach fünf Monaten waren sie verwelkt.
  • 250.000 Euro zahlte die EEA einer Beraterfirma für eine vierjährige Bewertung von Medienberichten – über sich selbst. Die Agentur dementiert die Zahlen: nur 11.300 Euro jährlich seien für Medienmonitoring ausgegeben worden.
  • Jedes Vorstandstreffen der "Behörde für Lebensmittelsicherheit" in Parma (Italien) kostet 92.630 Euro.

Ehrenhauser
Martin Ehrenhauser
Der fraktionsfreie EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser (schrieb genau dazu das Buch "Die heimliche zweite EU-Bürokratie") im Heute-Gespräch: "Man würde es gar nicht merken, wenn einige Agenturen geschlossen würden". Als Beispiel nennt er: "Die Einrichtungen in Dublin, Turin und Bilbao befassen sich mit demselben Thema Arbeitswelt". Auch SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried verlangt: "Sorgfältig prüfen!"

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