Traditionelles Programm Politik

1. Mai: Parteien demonstrieren Arbeitseifer

Maiaufmarsch

Bundeskanzler Faymann und Bürgermeister Häupl beim traditionellen Maiaufmarsch vor dem Wiener Rathaus. (© HERBERT PFARRHOFER (APA))

Maiaufmarsch in Wien

WKÖ-Chef Leitl (re.) und Vizekanzler Spindelegger
WKÖ-Chef Leitl (re.) und Vizekanzler Spindelegger

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Es wird marschiert und Arbeitseifer demonstriert: Der 1. Mai bietet wenig Überraschung, die Parteien bleiben auch heuer bei ihren traditionellen Veranstaltungen.

Das größte Mai-Event findet traditionell in Wien statt - nämlich am Rathausplatz. Dort lud die Wiener SPÖ zur Kundgebung. Traditionell auch die Rednerliste: Den Auftakt machte um ca. 11 Uhr ÖGB-Präsident Erich Foglar, gefolgt von der Wiener SPÖ-Frauenvorsitzenden, Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Danach ergriff Bürgermeister Michael Häupl das Wort, die Abschlussrede hielt Bundeskanzler Werner Faymann.

Zur SPÖ-Veranstaltung wurden wieder bis zu 100.000 Menschen erwartet. Die Delegationen ziehen traditionell aus den Bezirken in Sternmärschen auf den Platz. Die Kundgebung begann dort offiziell um 9 Uhr. Sie steht heuer unter dem Motto "Der Wiener Weg. Sozial. Gerecht. Demokratisch." - was nur eine leichte Abänderung im Vergleich zum Vorjahr darstellt, als der Slogan "Der Wiener Weg. Sozial. Gerecht. Erfolgreich." lautete.

Neue Wege in Graz
In der Steiermark gibt es eine Neuerung: Die Grazer SPÖ marschiert heuer nicht und hat sich zum Tag der Arbeit unter ihrer neuen Vorsitzenden Martina Schröck für ein "Fest für alle" auf dem Schloßberg. entschieden Über den Dächern von Graz gab es ein "Zukunftsfrühstück" und die Reden von Schröck und Landesparteichef LH Franz Voves.

Ein "Marsch" sollte unter dem Motto "Es geht bergauf" nur noch vom Schloßbergrestaurant zu den Kasematten stattfinden. Schon in den vergangenen Jahren hat die Mobilisierungskraft der schwer in der Krise steckenden Grazer Sozialdemokraten nachgelassen. 2011 nutzte man den Termin noch für den Versuch, die im Zuge des Sparbudgets der damals neuen SPÖ-ÖVP-Reformpartnerschaft im Land aufgetretenen Verstimmungen zwischen Franz Voves und dem ÖGB demonstrativ zu kitten. Marschieren wird in Graz heuer also nur die KPÖ, und zwar vom Südtirolerplatz bis zum Eisernen Tor.

VP diskutiert die Zukunft
Die Volkspartei demonstrierte Arbeitseifer: Regierungsteam, Klubobmann, Generalsekretär und der Zweite Nationalratspräsident zogen sich in der Früh zu einer zweistündigen Arbeitssitzung in die Politische Akademie der ÖVP zurück. Hauptthema war der Standort Österreich und "Arbeitsplätze der Zukunft". Danach folgte eine Pressekonferenz mit ÖVP-Chef Michael Spindelegger, ÖAAB-Obfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftsbund-Obmann Christoph Leitl.

Grüne "Arbeitslose"
Um Arbeitsplätze ging's auch bei den Grünen, die unter dem Motto "Zukunftsjobs braucht das Land" im Linzer Ars Electronica Center die Zukunftsbereiche mit den größten Arbeitsmarktchancen erörterten und dabei den Fokus auf die Jugend richteten. Grüne Antworten wollte Bundessprecherin Eva Glawischnig liefern, Rudi Anschober sprach über die nächsten Vorhaben der Grünen OÖ. Die Wiener Grünen begingen bereits am Montag traditionell den "Tag der Arbeitslosen".

FP-Frühschoppen
Das BZÖ widmete sich am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz dem Thema  "Verkaufsoffener Sonntag". Deftiger gingen es die Freiheitlichen an, die wie jedes Jahr zum Frühschoppen luden. Bei freiem Eintritt wurden bis zu 5.000 Besucher im Europabierstadl am Urfahraner Jahrmarkt in Linz erwartet, um zunächst der John-Otti-Band und danach dem oberösterreichischen Landesparteichef Manfred Haimbuchner sowie Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache zu lauschen.

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1 Kommentar
Ricky Veteran (429)

Antworten Link Melden 0 am 03.05.2012 14:44

brauchen sich gar nicht so scheinheilig f.die Arbeitslosen einsetzen, denn Fakt ist das die Wiener mit über +8% bei den Arbeitslosen wieder die höchste Quote haben u.daran sind sie mit der Mitregierung in Wien auch damit verantwortlich das in der Bundeshauptstadt die Arbeitslosen immer mehr werden.

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