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01.05.2012

"Ein Zeichen setzen"

Darabos boykottiert ÖFB-Spiel gegen Ukraine

Norbert Darabos

Norbert Darabos wird beim Länderspiel Österreich gegen Ukraine nicht auf der Tribüne sitzen (© GEPA pictures/ Hans Oberlaender)

Sportminister Norbert Darabos wird wegen der  Causa Timoschenko  dem Fußball-Länderspiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen die Ukraine fernbleiben.

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Sportminister Norbert Darabos will in der aktuellen Diskussion um die politische Lage im Fußball-EM-Veranstalterland Ukraine "ein Zeichen setzen". Wie sein Büro am Dienstag bestätigte, wird Darabos dem Testspiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen die Ukraine am 1. Juni in Innsbruck fernbleiben. Bereits am Montag hatte man darauf verwiesen, dass es für einen Besuch der EM ohnehin keine Pläne gegeben habe. Aus zahlreichen Ländern hagelte es Kritik an der Behandlung von Julia Timoschenko, die in Hungerstreik getreten ist.

+++ Timoschenko in der Haft misshandelt? +++

+++ Timoschenko-Tochter kämpft für ihre Mutter +++

ÖFB: "Keine politische Veranstaltung"

Der ÖFB wird das Länderspiel gegen die Ukraine trotz der aktuellen Situation planmäßig durchführen. "Das ist eine sportliche Veranstaltung und keine politische", sagte ÖFB-Kommunikationsdirektor Wolfgang Gramann. "Wir brauchen die Spiele als Vorbereitung auf die WM-Qualifikation und Sport soll Sport bleiben. Das ist ein freundschaftliches Länderspiel und man kann einen anderen Verband nicht bestrafen. Für den ÖFB besteht kein Handlungsbedarf", führte Gramann weiter aus.

Mit Polen und der Ukraine weilen die Nationalteams der EM-Veranstalter Ukraine und Polen zur Vorbereitung in Österreich. Die Ukraine trainiert vom 25. Mai bis 6. Juni in Walchsee und damit ebenfalls in Tirol. Sie bestreitet Länderspiele gegen Estland (28.5. in Kufstein) und gegen Österreich (1.6. in Innsbruck). Jene Gerüchte, wonach Österreich im Notfall für die Ukraine einspringen könnte, seien laut ÖFB-Präsident Leo Windtner "illusorisch".



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