Druck auf Graf wächst Politik

Neue Vorwürfe zu Stiftungs-Geschäften

Neue Vorwürfe zu Stiftungs-Geschäften

"Keine politischen Konsequenzen" heißt es bislang von FPÖ-Seite zu Grafs Rücktritt (© APA)

ARCHIVBILD: DRITTER NATIONALRATSPREURSIDENT MARTIN GRAF
"Keine politischen Konsequenzen" heißt es bislang von FPÖ-Seite zu Grafs Rücktritt
Es wird immer enger für Martin Graf. SPÖ, Grüne, BZÖ und ÖVP fordern seinen Rücktritt als 3. Nationalratspräsident. Und es gibt neue Vorwürfe: Gertrud Meschar (90) hätte ohne die Stiftung doppelt so viel Geld bekommen. Brisant ist auch Grafs Intervention beim ORF.

"Rund 10.000 Euro pro Jahr" – so hoch wäre der Ertrag für Meschar alleine durch ihre Wertpapiere gewesen, rechnet Karl Öllinger (Grüne) vor. Aber: Die Wertpapiere wurden verkauft, das Geld in Immobilien investiert – und Meschar habe im Schnitt nur rund 5000 Euro jährlich erhalten.

Das und "Hochrisikoanlagen" durch die Stiftung kritisieren die Grünen heftig. Graf selbst dementierte alle Vorwürfe vehement. Er habe immer nur im Sinne der Stifterin Gertrud Meschar gehandelt.

Dennoch wollte er Enthüllungen zur Causa unbedingt verhindern. Per einstweiliger Verfügung wurde versucht, den Bericht des ORF-Report vor zwei Wochen "abzudrehen".

Pikantes Detail: In dem Schreiben ans Gericht soll explizit auf sein hohes Amt als 3. Nationalratspräsident und sein "Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik" verwiesen worden sein. Die FPÖ hat seit Auffliegen der Affäre in Umfragen eingebüßt. Neben SPÖ, Grünen und BZÖ fordert nun auch die ÖVP Grafs Rücktritt.

P. Reidinger


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