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22.06.2012

Budgetloch von 15 Mio.

Einsparungen: ORF arbeitet an Plan B

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz (© AP/Zak)

Nachdem der ORF-Betriebsrat Verhandlungen über Einsparungen im ORF-Kollektivvertrag abgelehnt hat, arbeitet die ORF-Führung offenbar einen Plan B in Sachen Einsparungen aus. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat für Montagmittag zu einer Sitzung der erweiterten Geschäftsführung eingeladen.

Dabei sollen Maßnahmen sowie die weitere Vorgangsweise abgestimmt werden, wie Wrabetz Freitagnachmittag in einem der APA vorliegenden Mail an die Direktoren und Landesdirektoren des öffentlich-rechtlichen Senders schrieb.

"Bekanntlich hat der Zentralbetriebsrat die Aufnahme von Verhandlungen über von der Geschäftsführung vorgeschlagene Sparmaßnahmen ('Sparpaket 2012') abgelehnt. Um unsere Budgetziele einhalten zu können, sind daher alternative Maßnahmen unumgänglich. Dies umso mehr als die Erreichung der Sparziele Voraussetzung für die heurige Refundierung in Höhe von 30 Millionen ist", so Wrabetz.

15 Millionen fehlen
Dem ORF fehlen in der Bilanz 2012 etwa 15 Millionen Euro Einsparungen im Personalbereich. Diese muss der Sender laut Gesetz erbringen, um im Gegenzug die jährliche Gebührenrefundierung zu erhalten. Dem ORF stehen dieses Jahr grundsätzlich 30 Millionen Euro an Gebührenrefundierung zu. Kommt es aber zu keinen Einschnitten und dadurch zum Verlust der Refundierung, droht dem ORF dadurch in der Bilanz 2012 eine Lücke von 45 Millionen.

Bei der erweiterten Geschäftsführungssitzung am Montag, die im Vorfeld des ORF-Finanzausschusses stattfindet, soll über die aktuelle Situation informiert werden und die "Abstimmung der weiteren Schritte" erfolgen, teilte der ORF-Chef den Direktoren mit. Für die Landesdirektoren wird dabei eine Telefonkonferenz eingerichtet.

Streit um ORF-KV
Der Konflikt um den ORF-Kollektivvertrag war vergangene Woche ausgebrochen. Die Geschäftsführung hatte den Zentralbetriebsräten einen Forderungskatalog übermittelt. Finanzdirektor Richard Grasl hatte erklärt, man wolle Ansprüche aus älteren Kollektivverträgen, die über die gesetzlichen Mindestvorgaben hinausgehen, reduzieren.

Die Betriebsräte hatten Einschnitte beim Personal abgelehnt. Man werde weitere Eingriffe in die ORF-Verträge "weder verhandeln noch akzeptieren", erklärte Zentralbetriebsratsobmann Gerhard Moser. Grasl warnte vor den finanziellen Herausforderungen für den ORF und wies auf den "Ernst der Lage" hin.

APA/red.

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1 Kommentar von unseren Lesern

0

Mazzie (96)
23.06.2012 08:36

???
wie kann eine derartig grosse geldlücke entstehen, da wir ja alle dazu zwangsbeglückt werden, gis zu bezahlen???
und das nicht zu wenig.
egal ob man orf schaut oder nicht.


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