Heute im Brennpunkt: Neue X-Box | Pfingstwetter
Lade Login-Box.
|
01.07.2012
Mehr Transparenz
Anwälte müssen Lobbying anmelden
(© Fotolia )
Ab kommendem Jahr unterliegt jeder "organisierte und strukturierte Kontakt mit Funktionsträgern zur Einflussnahme" auf Gesetzgebung oder Vollziehung dem Lobbyistengesetz. Neben einem Verbot von Erfolgshonoraren im Zusammenhang mit Vertragsabschlüssen mit dem Staat (z.B. bei Vergabeentscheidungen) enthält das Gesetz auch eine Registrierungspflicht für gewerbliche Lobbyisten.
Für Kritik sorgte zuletzt eine unklare Ausnahmebestimmung für Rechtsanwälte, Notare und Wirtschaftstreuhänder. Die Passage im Gesetz lässt einiges an Interpretationsspielraum. Vom Lobbyistengesetz ausgenommen werden sollte laut dem ursprünglichen Entwurf des Justizministeriums nämlich nur die Vertretung der Klienten im Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren sowie die "unmittelbare Rechtsberatung" gegenüber den Klienten.
Im Ausschuss wurde diese Ausnahme dann auf Drängen der Anwälte erweitert, und zwar auf die "Rechtsberatung und Vertretung" durch Anwälte, Notare und Treuhänder. Der Zusatz "gegenüber deren Klienten" wurde gestrichen. Die Rechtsanwaltskammer begründet dies damit, dass Anwälte ihre Klienten nicht nur vor Gericht vertreten würden, sondern auch außergerichtlich - etwa bei Vertragsverhandlungen. Daher sei die ursprüngliche Formulierung ("unmittelbare Rechtsberatung") problematisch gewesen.
Strengere Bestimmungen
"Wenn ein Rechtsanwalt Einfluss nimmt auf einen politischen Entscheidungsprozess, dann ist das Lobbyistentätigkeit", meint Rechtsanwaltskammer-Vizepräsident Armenak Utudjian. Und: "Ich würde schon glauben, dass reine Lobbyistentätigkeit sehr wohl diesem Gesetz unterfällt, egal von wem sie ausgeführt wird." Entscheiden müsse das im Zweifelsfall aber natürlich letztlich ein Gericht.
Der Präsident der Österreichischen Public Affairs-Vereinigung (ÖPAV), Fery Thierry, will jedenfalls namens der professionellen Lobbyisten auf die Einhaltung dieser Bestimmungen achten. "Wir hielten es für absurd, wenn Rechtsanwälte in einem völlig rechtsfreien Raum agieren würden", betont Thierry: "Wenn wir hören, da gibt es welche, die sich nicht registriert haben, dann werden wir auf diesen Umstand aufmerksam machen."
(APA/ red)
Verwandte Artikel
Kamphunde-Gesetz sinnlos?
Armutsimmigration
Rechtslage nicht eindeutig
Mehr Visa für talentierte Köpfe
Weinfest bis Luxus-Reise
Kuchelauer Hafenstraße
"Verhältnisse berücksichtigen"
Gesetz in South Dakota
Interview mit Ministerin
"Steven Tyler"-Verordnung
Vorschlag von Kanzleramt
Gesetzestext im April
In England & Wales
Beschluss in Plenarsitzung
Koloini-Prozess
Senat soll Gesetz zustimmen
"Prominenten-Malus"
Neues Gesetz in L.A.
Freundin sagte aus
Hilfreiche Tipps
Steuer bis Krankengeld
Umstrittener Schritt
Klimaanlage muss sein
Stellung zu Eurofighter
Journalisten im Visier
"Cannabis-Karte'" gescheitert
Großes Medienspektakel
Zusammenhang Gewalt und Alkohol
Begründung: Kinderschutz
"Gestohlener Boden"
SPÖ und ÖVP einig
"Unzumutbare Bedingungen"
Haftstrafen bis zu 21 Monaten
"Weitgehend ausgehöhlt"
Verdächtige haben gestanden
Ex-Innenminister muss zittern
Bei Unwettern verunglückt
Für deutschen Markt
Seine Deals
5 kuriose Gesetze in Urlaubsländern
In Aussendung 1999
Nach mehreren Zwischenfällen
Das neue Gesetz
Erst ab 18 Jahren
"Kampf fortsetzen"
Strafe droht
Großteil der 98 Gesetze
Gesetzesentwurf in Frankreich
11 Freisprüche aufgehoben
48.000 Haushalte betroffen
PolitikHeute
TopHeute
Top gelesen |
7 Tage |
Top kommentiert |
MeinungHeute
Ted wird geladen, bitte warten...
QuickKlick
News |
Sport |
Stars |
Freizeit |
Impressum | AGB | Presse | Mediadaten | Kontakt