L. Dittlbacher chancenlos Politik

Stronach führte skurrilen Monolog in der ZIB 2

Frank Stronach

Multimilliardär Frank Stronach

Frank Stronach

Multimilliardär Frank Stronach

Bei einem skurrilen ZIB2-Auftritt erklärte der austro-kanadische Industrielle Frank Stronach, er wolle will bis Herbst entscheiden, ob er eine etwaige neue Partei unterstützen würde.

+++ Noch viel Platz auf Stimmzetteln für Nationalratswahlen 2013 +++

In der ZiB2 verblüffte Stronach am Dienstagabend die Zuschauer mit seiner Wortgewalt: Von Anfang an ließ er Moderatorin Lou Lorenz-Dittlbacher keine Chance, irgendwelche Fragen zu stellen. Der Multimillionär erklärte uns eingangs den Unterschied zwischen "Wutbürger" und "Mutbürger" - zu denen er sich zählen würde.

Fröhlich unterbreitete er dann dem erstaunten Fernsehpublikum, dass, wenn sich die richtigen Leute zusammenfinden und in einer Partei auch seine Werte vertreten, er diese unterstützen würde. Das werde sich in den nächsten paar Wochen oder Monaten entscheiden. Er würde Österreich gerne dienen, anstatt sich zu bedienen.

Kaum ohne Atem zu schöpfen führte er den Monolog dann weiter und verwies darauf, dass er ein Recht darauf hätte zu reden, weil er in Österreich Steuern zahlen würde. Seiner Meinung nach würde der am Mittwoch im Nationalrat behandelte ESM-Rettungsschirm Österreich für Generationen belasten.

Wolf als Bundeskanzler?
Der früher für seinen Magna-Konzern und jetzt in Russland tätige Manager Siegfried Wolf denkt nach Angaben Stronachs über eine Kandidatur nach. Er habe an das Gewissen Wolfs appelliert und dieser habe zwar nicht Ja, aber auch nicht Nein gesagt. Für Stronach wäre Wolf jedenfalls "ein sehr guter Bundeskanzler".

Spitzenmanager Siegfried Wolf

Spitzenmanager Siegfried Wolf

Bucher sei "netter Bursche"
Weiter erzählte Stronach dem verblüfften Publikum, er habe sich auch ein paar Mal mit BZÖ-Obmann Josef Bucher getroffen, den Stronach als "netten, angenehmen Burschen" bezeichnete. Viele Leute würden ihm aber sagen, er solle etwas Neues machen, erklärte Stronach zu den Gerüchten, er könnte das BZÖ unterstützen.

Stronach bekräftigte auch seine Kritik am Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und plädierte dafür, dass Österreich zum Schilling zurückkehren sollte. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass er für ein "starkes Europa" sei.

Am Ende des "Interviews" stand Stronach sofort auf und zog davon.


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3 Kommentare
unbekannt Veteran (118)

Antworten Link Melden 0 am 13.07.2012 17:19

er hat sich vollkommen richtig verhalten und hut ab vor so einem mann ..orf versagt immer mehr mit den benimmregeln ..das war stronach und keine kasperlsendung wie kaiser oder sonst was

Der_Sternenbote Veteran (466)

Antworten Link Melden 0 am 12.08.2012 12:58 als Antwort auf das Posting von unbekannt am

Das find ich auch so, eigentlich wollte der ORF ihn ja nicht zu Wort kommen lassen, aber was will man auch schon von einem staatlichen rot/schwarzen Sender ...

skyrider Veteran (919)

Antworten Link Melden 0 am 04.07.2012 10:07

überraschten bei DIESER ZIB-Zwo gleich drei Dinge:
1) Herr Stronach sollte inzwischen hoch in den Siebzigern, wenn nicht sogar schon Achtzig, sein! Trotzdem sprach er, entgegen sonstiger Gewohnheit bei Interviews, in einem fort - klang wie aufgezogen! Bei ihm jedenfalls, der sonst eher bedächtig zu hören ist!
2) Daß er die ZIB-Zwo-Moderatorin nicht zum Sprechen kommen ließ, wurde gleichfalls erstmalig bemerkt - bis dato war er, speziell zu weiblichen Journalisten, sehr höflich!
3) In 40 tapfer ertragenen ORF-Jahren, glaubt man, alles an ORF-Überraschungen miterlebt zu haben! Dem ist nicht so: Denn, sowohl der Name LORENZ als auch DITTLBACHER, ist LANGFRISTIG im ORF verankert! Daß es jedoch eine Trägerin beider Namen gibt, ist zumindest für mich, neu! DAS hatten wir in der ORF-Schwiegerfamilie, noch nicht!

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