ESM-Beschluss Politik

Die Abstimmung könnte uns 20 Milliarden € kosten

Die Abstimmung könnte uns 20 Milliarden € kosten

Im Nationalrat ist der Beschluss dank SPÖ, ÖVP und Grüne durch (© Graf)


Strache
Die FPÖ griff zu Taferln und Ansteckern
"Taferlhalten" gegen "Sadomaso-Vertrag"
Deftige Worte fielen in der Debatte über den "Europäischen Stabilitätsmechanismus" (ESM) am Mittwoch. Hinzu kam Aktionismus: FPÖ-Abgeordnete trugen Anstecker mit der Aufschrift "Stoppt ESM", BZÖ-Kollegen griffen auf "Genug gestritten"-Buttons zurück. Beide störten Reden von SPÖ und ÖVP mit Taferln und Plakaten.

Von einem "Verfassungsputsch", einem "Sadomaso-Vertrag" und sogar der "Abschaffung der Zweiten Republik" sprach FP-Chef Strache zu Beginn. Zudem habe Kanzler Faymann (SP) sein Versprechen gebrochen, das Volk zu EU-Vertragsänderungen zu befragen.

BZÖ-Proteste wurden von einem Ehrengast auf der Zuschauergalerie beobachtet: Skandal-Autor und Ex-Notenbanker Thilo Sarrazin. Westenthaler (BZÖ) bezeichnete die Grünen wegen ihrer ESM-Zustimmung als "Steigbügelhalter" der Regierung. Die Grünen wiesen das zurück: Richtig angewandt sei der ESM eine "Waffe gegen Spekulanten". Den angekündigten FPÖ-Widerstand würde Strache wohl in der Parlamentscafeteria leisten, scherzten Grüne, als Strache den Saal verlassen hatte.

Energisch argumentierte Faymann: Die "Taferlhalter" von FPÖ und BZÖ hätten nur "Spaß an der Apokalypse", könnten aber keine Alternativen zum ESM aufzeigen. Die ÖVP erinnerte die Opposition daran, dass auch Kärnten von anderen Bundesländern Hilfe bekam als das Land im Hypo-Strudel zu versinken drohte.

E. Nuler/P. Reidinger
Seite 2 von 2 1 2

Ihre Meinung

User haben auch diese Artikel gelesen

  • Heute-App downloaden:
  • Heute App für iOS
  • Heute App für Android

Ihre Meinung

2 Kommentare
wien1963 Routinier (32)

Antworten Link Melden 1 am 05.07.2012 12:11

Ich hoffe die 128 Parlamentarier treten dann genauso konsequent zurück wenn es nicht so kommt wie sie dachten, wie sie uns ins Verderben gestürzt haben.

Ludwig54 Veteran (198)

Antworten Link Melden 1 am 05.07.2012 15:07 als Antwort auf das Posting von wien1963 am

Wenn alles nicht so läuft wie sich das die Damen und Herren der Politik vorgestellt haben ja dann treten sie eben zurück und die Sache ist für sie gegessen.
Wenn ich Gelder meines Chefs ausgebe ohne dass es mir mein Chef aufgetragen hat dann kann ich nicht zurücktreten und die Sache ist damit erledigt.
NEIN das heißt dann VERUNTREUUNG oder auch BETRUG. Das Geld muß von mir zurückbezahlt werden und ich werde noch dazu eingesperrt.
Bei Steuergelder ist es wohl gleich ODER ??
Das Geld gehört dem Staat. Also allen Bürgern und nicht nur den bis dato gewählten Politikern.

Mehr Kommentare anzeigen

Fotoshows aus Politik (10 Diaserien)