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01.08.2012
Bruder als Nachfolger
FPK-Chef Scheuch zieht sich aus Politik zurück
Scheuch geht, Scheuch kommt: Nach dem Rücktritt von Uwe Scheuch übernimmt Bruder Kurt das Kommando über die FPK (© GERT EGGENBERGER (APA))
+++ Nun ist das Gesetz hinter Uwe Scheuch her +++
Zugesetzt hatten Scheuch in letzter Zeit vor allem juristische Probleme. 2011 war er wegen Korruption in der "Part of the game"-Affäre zu 18 Monaten teilbedingter Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht hob das Urteil wegen eines Formfehlers auf. Vor wenigen Wochen wurde er erneut verurteilt. Der Spruch ist nicht rechtskräftig.
+++ Scheuch: Österreicher wollen seinen Rücktritt +++
Aber es laufen weitere Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen Scheuch. Erst am Dienstag war bekanntgeworden, dass nun auch wegen versuchter Geldwäsche im Zusammenhang mit der Causa Birnbacher gegen Scheuch Ermittlungen aufgenommen wurden. Scheuch selbst hatte stets sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen und sich als unschuldig bezeichnet.
+++ Kärntner Opposition will Neuwahlen +++
Nachfolger des zurückgetretenen Uwe Scheuch als Parteichef und in der Landesregierung wird sein Bruder Kurt Scheuch. Dieser stand bisher an der Spitze des FPK-Landtagsklubs. Den Sessel des FPK-Klubobmanns übernimmt der bisherige Vize Gernot Darmann. Das wurde bei einer Pressekonferenz der FPK am Mittwoch bekanntgegeben.
+++ Scheuch wirft Fotografen aus Pressekonferenz +++
FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat den Rücktritt Uwe Scheuchs als "achtbaren Schritt" bezeichnet. In einem Posting auf Facebook aus seinem Urlaubsort Ibiza begrüßte Strache die Weichenstellung bei der Kärntner Schwesterpartei FPK, sie sei "im Interesse des Landes Kärnten und der freiheitlichen Gemeinschaft". Gleichzeitig freue er sich auf die weitere Kooperation mit der FPK, schrieb der FPÖ-Chef.
Den Rücktritt Scheuchs respektiert Strache als dessen persönliche Entscheidung, "zumal er medial mit permanenten neuen unbewiesenen Vorwürfen quasi vogelfrei erklärt wurde".
Schon eine knappe Stunde nach dem Rücktritt des Kärntner FPK-Chefs Uwe Scheuch ist von der Schwesternpartei FPÖ dessen Rückkehr in die Politik ins Spiel gebracht worden. Er schließe nicht aus, dass Scheuch, wenn er von sämtlichen Vorwürfen freigesprochen wurde, "auch irgendwann wieder den Weg zurück in die Politik findet", sagte der freiheitliche Vizeparteichef Norbert Hofer am Mittwoch im Ö1-"Mittagsjournal".
Lesen Sie weiter: Aufstieg und Fall des Mölltaler Herrenbauern
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3 Kommentare von unseren Lesern
unbekannt (118)
02.08.2012 17:11
traurig
es ist leicht ein ganzes volk zu manipilieren und von den wirklichen problemen abzulenken .....wie schaltet man eine partei aus die manchen schon zu stark wird ???
rot und schwarz und grün wird sicher die mehrheit verlieren
gladiator (43)
01.08.2012 18:54
Kärntner Götterdämmerung!
Diese Kärnter FPK-Nomenklatura glaubt, ganz Ö. und sogar seine Landesbürger für deppert verkaufen zu können! Leider gibt es noch immer sehr viel Stimmvieh, welches den Scheuchs und Konsorten wieder ihr Vertrauen schenken würden - ganz nach dem Moto: Die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber! Wenigstens hat der Villacher Fasching dieses Jahr wieder Tonnen an Material. Traurig, dass das System in Kärnten schön langsam an eine kleine Diktatur erinnert. Aber vielleicht brauchens das!
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