100 Studenten betroffen Politik

Strafen nach der Audimax-Besetzung

Strafen nach der Audimax-Besetzung

Viele Besetzer von damals werden jetzt zur Kasse gebeten. (© APA)

STUDENTEN BESETZEN DAS AUDIMAX DER UNI WIEN
Viele Besetzer von damals werden jetzt zur Kasse gebeten.
Vor knapp vier Monaten, am 19. April, wurde das Rektorat der Uni Wien und danach das Audimax, der größte Hörsaal, von Studierenden der Internationalen Entwicklung und solidarisierenden Kollegen aus anderen Fakultäten besetzt. Damit sollte die Abschaffung des Bachelor-Studiengangs IE verhindert werden. Jetzt haben an die hundert Beteiligten von damals Strafanzeigen erhalten.

+++ Nach Audimax-Räumung: Uni bleibt heute zu! +++

STUDENTEN BESETZEN DAS AUDIMAX DER UNI WIEN
Nach der Besetzung setzt es nun Strafen.
Mehrere hundert Personen haben am 19. April das Audimax besetzt, um ihren Missmut über die Bildungspolitik der Regierung zu protestieren. Die Aktion wurde noch in den Abendstunden des selben Tages von der Polizei aufgelöst. Die Anwesenden mussten den Saal einzeln verlassen und von allen wurden die Daten aufgenommen.

Gebracht hat der Protest gar nichts. Das Bachelorstudium wurde im Juli 2012 per Senatsbeschluss abgeschafft. An die hundert Demonstranten von damals erhielten nun in den vergangenen Tagen Strafanzeigen, was natürlich von der Österreichischen Hochschülerschaft mit Unverständnis kommentiert wird. Von Seiten der ÖH heißt es, dass die Polizei die Studierenden am Verlassen des Audimax gehindert hätte, nur um jetzt strafen zu können.

100 Euro-Zahlung wegen Versammlungsverbot
Konkret geht es die Zahlung von je 100 Euro, die von jenen verlangt wird, denen das Verstoßen gegen das Versammlungsverbot vorgeworfen wird. Anderen wird Ruhestörung zur Last gelegt. Wie hoch die Strafe dafür ist, war noch nicht bekannt.

"Diese Repression ist wirklich unglaublich. Die ÖH Uni Wien zeigt sich solidarisch mit den Betroffenen und wird die Studierenden weiterhin bei ihren Kämpfen um gerechte Studienbedingungen unterstützen", so Julia Kraus, Kübra Atasoy und Jasmin Rückert vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.


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1 Kommentar
charlinchen Veteran (105)

Antworten Link Melden 1 am 08.08.2012 20:09

Ich würde noch zusetzlich die Namen speichern u.wenn sie noch einmal auffällig werden würde ich ihnen sämtliche Vergünstigungen streichen.
Ja und nicht zu vergessen Studiengebühren für Studierende die mehrmals auffällig waren, denn wie kommen wir Steuerzahler dazu dafür aufzukommen, denn uns wird ja auch jegliche Zuwiderhandlung verrechnet. GLEICHES RECHT FÜR ALLE!!!!!!!!!!!!!

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