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15.08.2012
Milliardär wildert in der Politik
Stronach-Partei: Wer läuft zu Onkel Frank über?
Stronach sucht Abgeordnete, die in seine Partei übertreten (© APA)
Mitglieder des Nationalrats zu gewinnen, hat für Stronach einen besonderen Wert: Die Unterschriften von drei Abgeordneten reichen aus, um in ganz Österreich für den Nationalrat kandidieren zu können. Genannt werden unter anderem der "wilde" Abgeordnete Robert Lugar, der 2011 aus dem BZÖ ausschied und Ex-Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch aus der Volkspartei.
Lugar deutete im Kurier an, dass er den Milliardär unterstützen dürfte: "Es gab sehr viele Gespräche. Frank ist eine tolle und wertvolle Persönlichkeit. Ich unterstütze jeden, der Österreich zum besseren verändern will." Peter Westenthaler schloss einen Übertritt aus. Er sei Stronach "freundschaftlich verbunden", aber seine Lebensplanung sehe einen Übertritt nicht vor.
Mögliche Übertritte offenbar auch aus ÖVP und FPÖ
Der Kurier zitierte einen Stronach-Vertrauten, wonach der Industrielle auch bei ÖVP und FPÖ fündig geworden sei. Nur Grüner sei keiner mit von der Partie. ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf meinte gegenüber der Zeitung auf die Frage, ob auch ihm Mandatare abhandenkommen könnten: "Ich kann und will mir das nicht vorstellen." Ex-Bauernbund-Präsident Grillitsch betonte neuerlich, dass diese Spekulationen "völlig aus der Luft gegriffen" seien. "Meine politische Heimat ist die steirische Volkspartei", so Grillitsch.
SPÖ-Klubobmann Josef Cap sieht den Abgang des Spittaler Bürgermeisters Köfer darin begründet, dass dieser bei der nächsten Wahl kein Mandat mehr bekommen hätte. Grund dafür ist ein Beschluss der Kärntner SPÖ, wonach Bürgermeister in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern künftig kein überregionales politisches Amt wie Nationalratsabgeordneter mehr bekleiden dürfen.
Dass noch weitere SPÖ-Abgeordnete zu Stronach zu wechseln, schloss Cap im Gespräch aus. Er finde Köfers Schritt "bedauerlich", das sei aber "sein persönliche Entscheidung". Cap meinte weiters, dass sich Stronach offenbar mit dem Anwerben von Abgeordneten "den Kontakt mit der Bevölkerung" und das Sammeln von Unterstützungsunterschriften ersparen und mit Hilfe von Abgeordneten-Unterschriften seine Kandidatur sichern wolle.
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