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15.08.2012

6,4 Millionen zu wenig

Stronach wegen Schloss in Schusslinie

Frank Stronach

Frank Stronach bekommt unter Umständen wegen einem Schloss-Kauf Probleme. (© Graf)

Kaum hat Frank Stronach angekündigt, eine neue Partei zu gründen, gerät er umgehend ins Zwielicht. Ein Schelm, wer Böses denkt. Ein Immobilien-Deal aus dem Jahr 2005 beschäftigt jedenfalls die Kärntner Justiz. Damals hatte der Milliardär Frank Stronach Schloss Reifnitz am Südufer des Wörthersees gekauft. Wie der ORF am Mittwoch berichtete, ist eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft eingelangt.

Der Hauptvorwurf lautet, Stronach habe die Immobilie viel zu billig erhalten. Bürgermeister Adolf Stark (FPK) wies die Vorwürfe zurück. 6,4 Millionen Euro zahlte der Magna-Konzern für das Schloss mitsamt sieben Hektar Seegrund. Schon damals gab es Kritik an dem Kaufpreis von rund 101 Euro pro Quadratmeter. Immobilienmakler Rudolf Schaubach, der die Sachverhaltsdarstellung eingebracht hat, erklärte, neben dem Schloss liege ein Grund der Bundesforste, dieser sei um einen Quadratmeterpreis von 350 Euro verkauft worden.

Große Pläne wurden damals präsentiert, ein 275-Betten-Hotel sollte entstehen, Stronach träumte davon, Spitzenmanager aus der ganzen Welt zum Relaxen nach Kärnten zu holen. Das Schloss wurde renoviert, doch vom Hotelbau ist heute keine Rede mehr. Im ursprünglichen Vertrag war vereinbart, dass die Gemeinde Maria Wörth das Schloss zurückkaufen kann, wenn das Hotelprojekt nicht umgesetzt wird, und zwar mit einer Frist von fünf Jahren. Im vergangenen Jahr lief diese Frist ab, die Gemeinde ließ sich das Rückkaufrecht von Stronach um eine Million Euro ablösen.

+++Stronach-Partei: Wer läuft noch zu Onkel Frank über?+++

Staatsanwalt prüft Ermittlungen
Und hier hakt die Sachverhaltsdarstellung Schaubachs ein. Der Makler ist der Ansicht, dass die Gemeinde durch diesen Verzicht einen gravierenden finanziellen Schaden erlitten habe. Er hätte nämlich einen Investor an der Hand gehabt, der nicht nur eine Million mehr geboten hatte, sondern auch die Wiederkaufs- und Investitionskosten von Stronach übernommen hätte.

Dann wollte der Investor nach Wünschen der Gemeinde im Schloss ein Hotel mit 200 bis 300 Betten betreiben, zumal er in Österreich bereits mehrere Hotelbetriebe erfolgreich führe. Bürgermeister Adolf Stark habe allerdings kein Interesse an Verhandlungen gezeigt, sagt Schaubach.

Der Gemeinderat segnete trotzdem den Verzicht für eine Million von Stronach ab. Bürgermeister Stark erklärte, für ihn sei das Angebot "unseriös" gewesen, zumal nicht einmal der Name des Investors genannt worden sei. Als Vermittler sei ein Rechtsanwalt aus Wien aufgetreten, mit dem Investor zu verhandeln, sei nicht möglich gewesen. Nun prüft die Staatsanwalt, ob die Faktenlage ausreicht, um Ermittlungen einzuleiten.



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