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27.08.2012

ORF-Sommergespräche

Strache: Euro-Austritt ist Koalitionsbedingung

ORF-SOMMERGESPREURCHE: HEINZ CHRISTIAN STRACHE

Heinz Christian Strache bei der Aufzeichnung zu den ORF-Sommergesprächen im Wiener Stadtpark. (© ORF/MILENKO BADZIC (APA))

FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache war bei Armin Wolf dritter Gast der "Sommergespräche" 2012 (Montagabend um 21.05 Uhr in ORF 2). Im Wiener Kursalon Hübner nahm der FPÖ-Parteiobmann zu jener Karikatur Stellung, die er auf seiner Facebook-Seite gepostet hat und die ihm auch internationale Kritik wegen Antisemitismus eingebracht hatte. Weiters macht er eine Volksabstimmung zum Austritt aus der Währungsunion zur Koalitionsbedingung.

Heinz-Christian Strache will eine Volksabstimmung über den Austritt aus der Währungsunion zur Koalitionsbedingung nach der nächsten Nationalratswahl machen. "Ein Euro-Austritt ist ein Weg, über den wir nachdenken müssen, und es ist notwendig, die Bevölkerung abstimmen zu lassen", sagte er im ORF-"Sommergespräch". Die Aufregung über einen als antisemitisch kritisierten Cartoon auf seiner Facebook-Seite versteht er nach wie vor nicht, Frank Stronach gibt er politisch keine Chance.

"Kein Antisemitismus mit dem Bild verbunden"
"Ich wollte aufzeigen, wie heute Umverteilung stattfindet. Ich habe viele israelische und jüdische Freunde, die nichts Antisemitisches erkennen - selbstverständlich ist kein Antisemitismus mit dem Bild verbunden", meinte Strache zur Karikatur. Die Kritik an der Zeichnung sieht er als Ausdruck "der Angst, die man hat, dass Heinz-Christian Strache stärkste politische Kraft wird".

STRACHE

FPÖ-Chef Heinz Christian Strache will einmal mehr das Ende des Euro in Österreich. (© ROLAND SCHLAGER (APA))

Nur die FPÖ sei der Schmied, nicht Stronach
Angesprochen auf die Umfragewerte für Stronachs Partei sagte Strache, dass damit versucht werde, "künstliche Bilder zu schaffen, die davon abzulenken versuchen, dass es bei der nächsten Wahl das Duell Strache gegen Faymann geben wird". Stronach werde keinen Erfolg haben, die FPÖ sei immer der Schmied, daher gebe es keinen Grund, die Interessenvertretung woanders zu suchen. Auch wenn er sich selbst als "weder links noch rechts" einordnen möchte, sieht Strache rechts von der FPÖ keinen Platz.

"Für die Überwindung von Ohnmacht braucht man Macht"
Die Frage, wie lange er als aktuell am längsten amtierender Parteichef noch in der Politik bleiben möchte, "wird demokratisch von den Bürgern zu entscheiden sein. Ich will die Ohnmacht der Bürger überwinden, dafür braucht man Macht".

Strache steht weiter zur FPK-Blockade
Die Blockierung eines Neuwahlantrags durch die FPK in Kärnten verteidigte Strache damit, dass "die freiheitliche Landesregierung in Kärnten die Einzige" sei, die "eine Verfassungsklage gegen den ESM-Rettungsschirm sicherstellen" könne. Auch wenn die Mehrheit im Landtag für eine Neuwahl sei, "dann heißt das nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung diesen Wunsch hat".

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