Schlagabtausch mit Armin Wolf Politik

Nach Sommergespräch: Strache-Rache auf Facebook

ORF-SOMMERGESPR€CHE: ARMIN WOLF/HEINZ CHRISTIAN STRACHE

Armin Wolf und HC Strache schenkten sich im ORF-Sommergespräch nichts. Auch auf Facebook gings zur Sache.

ORF-SOMMERGESPR€CHE: ARMIN WOLF/HEINZ CHRISTIAN STRACHE

Armin Wolf und HC Strache schenkten sich im ORF-Sommergespräch nichts. Auch auf Facebook gings zur Sache.

Schlagabtausch zwischen Armin Wolf und Heinz-Christian Strache im ORF-Sommergespräch. Nach einem Kurzporträt, das bisher unbekannte Bilder des FP-Chef zeigte, ging es im Wiener Kursalon Hübner hart auf hart. Danach "rächte" sich Strache dafür im Internet.

Vor dem Interview rührte Strache auf Facebook die Werbetrommel. Seinen 120.000 Fans schrieb er: "Unbedingt einschalten". Das gab es zu sehen: Der heftig kritisierte Cartoon auf seiner Facebook-Seite sei
"selbstverständlich kein Antisemitismus", so Strache. Kritik daran sei Ausdruck "der Angst, dass Heinz-Christian Strache stärkste politische Kraft wird".

+++Strache: Euro-Austritt ist Koalitionsbedingung+++

"Weder links noch rechts"
Er selbst würde sich "weder links noch rechts" einordnen. Stronachs gute Umfragewerte seien nur "künstliche Bilder". Damit werde versucht davon abzulenken, "dass es bei der nächsten Wahl das Duell Strache gegen
Faymann geben wird".

Er verteidigte die Neuwahl-Blockade der FPK in Kärnten. Würde er eine Volksabstimmung über den Euro-Austritt zu einer Koalitionsbedingung machen? "Ja", so der FPÖ-Chef.

Strache Screenshot Facebook

HC Strache fühlte sich im ORF-Sommergespräch eigenen Angaben zufolge an die Inquisition erinnert.

Nach dem Gespräch meinte Strache auf Facebook, es habe ihn "manchmal auch etwas an eine versuchte ORF-Inquisition bzw. ein versuchtes ORF-Gericht" erinnert. Und wenig später wetterte er dann noch gegen "ORF-Zwangsgebühren"…

Das schrieb HC Strache auf Facebook zum Verbalduell mit Armin Wolf:

"Liebe Freunde und Unterstützer (...)! Heute Vormittag fand die Aufzeichnung der ORF-Sommergespräche 2012 mit Armin Wolf (Anm. der Red.: Auch bei Grimm´s Märchen spielte der Wolf eine maßgebliche Rolle :-) und HC Strache, im "Hübner Kursalon" in Wien, erfolgreich statt. Es war eine sehr spannende Vorwurfs-, Frage-, Antwort- und Diskussionsstunde, welche mich manchmal auch etwas an eine versuchte ORF-Inquisition bzw. ein versuchtes ORF-Gericht erinnerte. Wie sagt man oftmals so schön: Wer fragt, der führt. Ich hatte jedoch große Freude heute dieses ORF-Sommergespräch zu führen, ließ Vorwürfe nicht unwidersprochen im Raum stehen und habe Wolf auch entsprechend Paroli geboten (...)."


Screenshot Strace Facebook

Der ORF ist dem FPÖ-Chef ein Dorn im Auge.

Die Kernpassagen aus HC Straches Facebook-Eintrag zu den ORF-Gebühren:

"Ich bleibe dabei. Die ORF-Zwangsgebühren (Monopolstellung) sind für die österr. Zwangsgebührenzahler eine Zumutung und gehören abgeschafft. Der ORF muss, kann und wird ohne Zwangsgebühren auskommen und dadurch erst Recht angehalten sein, mehr auf Qualität, Objektivität, Überparteilichkeit und Wirtschaftlichkeit zu achten. Der ORF ist in den Augen einer Bevölkerungsmehrheit in Österreich dafür bekannt, leider einen üblen Proporz, Freunderlwirtschaft, Parteieneinflußnahme (...), zu leben."

"Der ORF ist jedoch laut Umfragen nicht gerade bekannt für seine Objektivität und oftmals leider auch nicht für den öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Informationsauftrag. Immer wieder müssen die FPÖ-Wähler, welche ja auch ORF-Zwangsgebührenzahler sind, eine einseitige Berichterstattung und einen quasi ORF-Kampfauftrag gegen die FPÖ erleben und mitfinanzieren."


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