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Krise: Wir haften mit 81 Milliarden

Hans-Werner Sinn

Hans-Werner Sinn, der Chef von ifo

Hans-Werner Sinn

Hans-Werner Sinn, der Chef von ifo

Die Summe ist unvorstellbar! Können Euro-Krisenländer wie Griechenland, Spanien, Italien oder Portugal ihre Rechnungen nicht mehr begleichen, müssen Österreichs Steuerzahler mit bis zu 81 Milliarden Euro einspringen. Zu diesem Schluss kommt das deutsche ifo-Institut unter Hans-Werner Sinn.

Der Löwenanteil betrifft dabei Verbindlichkeiten von 971 Milliarden Euro, welche die so genannten GIPS-Länder (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien) sowie Italien und Zypern bei der Europäischen Zentralbank (EZB) haben. Für diese von Sinn als "versteckte Kredite" bezeichneten Schulden haften wir mit 42,6 Milliarden Euro. Weitere 5,9 Milliarden könnte es uns kosten, wenn die von der EZB gekauften Staatsanleihen der Krisenländer im Pleite-Fall plötzlich wertlos sind.

Ebenfall abschreiben können wir dann wohl unsere Darlehen an Athen (1,6 Mrd. €), unsere Anteile an IWF-Hilfszahlungen (2,5 Mrd. €), die ESM-Kapitaleinlage (2,2 Mrd. €), die ESM-Garantien (17,3 Mrd. €) und die EFSM-Zusagen (9,4 Mrd. €).

Wolfgang Bartosch


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