Streit um "Baumkahlschlag" Politik

Stenzel kettet sich aus Protest an Baum fest

Stenzel kettet sich aus Protest an Baum fest

Ursula Stenzel will Bäume retten (© David Faber)

Angeblicher Baum-Kahlschlag am Ring für Luxus-Radweg der Grünen
Ursula Stenzel will Bäume retten
Der bereits seit Wochen andauernde Streit zwischen Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel und der Stadtregierung aufgrund der Gürtel-Bäume nimmt kuriose Züge an: Die VP-Politikerin kettete sich kurzerhand an einen Baum am Ring.

Stenzel protestierte damit gegen den von der Stadtregierung angeblich geplanten "Baumkahlschlag" am Ring: Dort sollen wegen des Ausbaus des Ringradwegs 70 Bäume gefällt werden. Stenzel sprach in diesem Zusammenhang sogar von einer Gefährdung für das Weltkulturerbe-Prädikat für die Wiener City.

Die Stadtgärten sind um Beschwichtigung bemüht: Die Bäuem würden aus Altersgründen entfernt und natürlich durch Jungpflanzen ersetzt. Aufgrund der Gegebenheiten am Ring sei jeder "Straßenbaum ein Extremist", erklärt Stadtgartendirektor Rainer Weisgram: Da sie wegen Verkehr, Hitzeabstrahlung, Bodenverdichtung und eingeklemmten Wurzeln besonderen Belastungen ausgesetzt sei werden diese lediglich 30 bis 40 Jahre alt, während ihre Artverwandten in Parks es schon auf 100 oder mehr Jahre bringen können.

Mit der Errichtung des Radwegs hätte das freilich nichts zu tun.

Dennoch: Stenzel ist fix entschlossen, "der Wegwerf- Baum-Kultur ein Ende zu bereiten": Mit schwarzweißem "Rette mich!"-Banner posierte sie an der Ringstraße.

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