Anzeigentarife | Jobs bei Heute.at

Heute im Brennpunkt: Dancing Stars Finale | Life Ball

Lade Login-Box.

28.08.2012

Wehrpflicht-Befragung fix

Berufsheer für Stabschef "unfinanzierbar"

Edmund Entacher

Generalstabschef Entacher (© Lisi Niesner / Reuters)

Ein Berufsheer im gleichen Umfang wie das jetzige System sei laut Generalstabschef Edmund Entacher mit dem derzeitigen Budget nicht machbar.
Lade TED

Ted wird geladen, bitte warten...


+++ Warum Wehrpflicht nicht die Neutralität schützt +++

SPÖ und ÖVP wollen im Jänner kommenden Jahres eine Volksbefragung darüber abhalten, ob die Wehrpflicht beibehalten oder ein Berufsheer eingeführt wird. Ein allfällig notwendiger Gesetzesbeschluss nach der Befragung werde noch vor der Nationalratswahl im Herbst 2013 gefasst werden.

Will man die heutige Leistungsfähigkeit mit einem Berufsheer aufrechterhalten, würde man vor "massiven Problemen" stehen, warnte Entacher am Dienstag zum wiederholten Mal. Denn um die heutigen Strukturen annähernd aufrechtzuerhalten, stehe man vor mehreren Problemen:
  • Rekrutierung: Man bräuchte 8.000 bis 9.000 Freiwillige für die Auffüllung und jährliche weitere 1.500. "Beides halte ich für nicht möglich", so Entacher.
  • Zusätzliche Kosten: Entacher rechnet zudem vor, dass ein Berufsheer mit den von Minister Norbert Darabos (S) vorgeschlagenen jährlichen Prämien für 10.000 Milizsoldaten 50 Mio. Euro an zusätzlichen Kosten verursachen würde. Zudem würde der Ersatz der 2.000 bis 3.000 Systemerhalter, der ebenfalls aufgrund des Aufnahmestopps nicht möglich ist, weitere 60 Mio. Euro kosten würde. Angesichts der Budgetknappheit halte er das "für nicht realisierbar".
  • Auslandseinsätze: Der Generalstabschef warnte vor einem "Wegbrechen der Milizkomponente" als weitere Folge einer Systemumstellung. Das würde wiederum die Auslandsfähigkeit massiv einschränken. Denn derzeit rekrutiert sich die Hälfte der Auslandssoldaten aus der Miliz. Die Auslandsfähigkeit würde sich dadurch von 1.000/1.200 auf nur mehr 500 bis 600 reduzieren.
  • Katastropheneinsätze: Auch die jetzt festgeschriebenen 12.500 Mann für Katastropheneinsätze wären bei einem Berufsheer "eine Illusion", so Entacher weiter. Es sei vielmehr mit einer "drastischen Reduktion" zu rechnen.
  • Kasernenschließungen: Eine weitere Folge wären zudem die Schließungen "einer Reihe von Kasernen".
Entacher betonte einmal mehr, dass er persönlich das derzeitige Mischsystem für besser hält und bei einer Systemumstellung "schwere Verluste" zu erwarten seien. "Aber mein Eindruck ist, dass man die Konsequenzen nicht hören will", so Entacher.

News für Heute?


Verwandte Artikel

Schieß-Event der FPÖ Wien untersagt

Bürger per Flugblatt eingeladen

Schieß-Event der FPÖ Wien untersagt

Nur vier Bewerber für Entacher-Posten

Rennen um Generalstabschef

Nur vier Bewerber für Entacher-Posten

Darabos soll Faymann Wahlsieg sichern

Kanzler Faymann bestätigt

Darabos soll Faymann Wahlsieg sichern

Bundesheer: Armee braucht Funktionssoldaten

Köche & Mechaniker notwendig

Bundesheer: Armee braucht Funktionssoldaten

So lief die Rettung des Alk-Soldaten

Rekrut aus Kamin befreit

So lief die Rettung des Alk-Soldaten

Viele wollten Berufsheer & Zivildienst

Kritik an Fragestellung

Viele wollten Berufsheer & Zivildienst

Der Zivildienst in Zahlen

14.000 Zivildiener jährlich

Der Zivildienst in Zahlen

Das Bundesheer in Zahlen

2 Mrd. Euro Budget

Das Bundesheer in Zahlen

Pro Wehrpflicht: So hat Tirol gewählt

Bundesheer-Volksbefragung

Pro Wehrpflicht: So hat Tirol gewählt

Pro Wehrpflicht: So hat Salzburg gewählt

Bundesheer-Volksbefragung

Pro Wehrpflicht: So hat Salzburg gewählt

Pro Wehrpflicht: So hat Kärnten gewählt

Bundesheer-Volksbefragung

Pro Wehrpflicht: So hat Kärnten gewählt

Pro Wehrpflicht: So hat NÖ abgestimmt

Bundesheer-Volksbefragung

Pro Wehrpflicht: So hat NÖ abgestimmt

Pro Berufsheer: So hat Wien gewählt

Bundesheer-Volksbefragung

Pro Berufsheer: So hat Wien gewählt

Nur 40 % Wahlbeteiligung in Wien

Volksbefragung zur Wehrpflicht

Nur 40 % Wahlbeteiligung in Wien


1 Kommentar von unseren Lesern

0

Denes (52)
31.08.2012 13:01

Schweigen
Es ist bedauerlich daß solche Leute wie Entacher nicht zum Schweigen gebracht werden. Der Unsinn den er verbreitet ist widerlich.

TopHeute


MeinungHeute

Lade TED

Ted wird geladen, bitte warten...


QuickKlick