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29.08.2012
Schwere Vorwürfe
Kauft Stronach Politiker um bis zu 500.000 Euro?
Frank Stronach sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert (© APA)
Dass Stronach als "Multi-Millionär" etwas für Österreich tun will, habe Kaufmann-Bruckberger beeindruckt: "Das gefällt mir sehr gut", erklärte die bisherige BZÖlerin. Als Motiv für seinen Wechsel nannte der EX-SPÖler Gerhard Köfer die Herausforderung. Es sei eine "spannende und faszinierende Aufgabe, bei einer neuen Bewegung dabei zu sein". Der "wilde" Ex-BZÖ-Abgeordnete Robert Lugar wolle jene unterstützen, "die eine mutige Politik zum Wohle Österreichs anstreben". Und Erich Tadler, ebenfalls "wilder Ex-BZÖ-Mandatar", könne sich mit Stronachs Ideen "identifizieren".
Doch BZÖ-Chef Bucher kritisiert, dass hinter den ambitionierten Aussagen mehr stecken könnte. Von Angeboten von 15.000 Euro brutto monatlich ist die Rede. Außerdem habe Milliardär Stronach Bucher selbst 500.000 Euro angeboten, aber "da hat sich Stronach seinen letzten Zahn ausgebissen". Von angeblichem Mandatskauf - den Stronach und die bisher gewonnenen Mitstreiter immer in Abrede stellten - habe er von allen möglichen Seiten gehört, von wem, würde er erst vor Gericht sagen. Eine Anzeige plant Bucher aber offenbar nicht.
Vom BZÖ soll keiner mehr wechseln
"Anstand und Charakter kann man nicht kaufen - nur Mandatare, die diese Attribute nicht haben", sagte der BZÖ-Chef. Stronach versuche, "die, die im Ausgedinge sind, einzufangen, damit er sich das Stimmensammeln erspart". Bucher zeigte sich überzeugt, dass außer Kaufmann-Bruckberger niemand mehr vom BZÖ zu Stronach wechselt.
Als erstes habe er es bei ihm versucht, aber er habe Stronach gesagt, "dass ich meine BZÖ-Familie nicht verlasse". Dass sich der Milliardär offenbar besonders intensiv um die Orangen bemüht, liege wohl daran, dass ihm das BZÖ-Programm so gefalle, meinte Bucher. Denn Stronach habe ihm gesagt, er sei "ein glühender Anhänger meiner Politik". Der BZÖ-Chef unterstrich, dass es sich um den ersten Übertritt vom BZÖ zu Stronach handelt. Denn Erich Tadler und Robert Lugar habe er schon früher "vor die Tür gesetzt" gehabt.
"Demokratie aushebeln können"
Jedenfalls zeige sich am Beispiel Stronach, "was für ein korruptes Politsystem wir in Österreich haben" und "wie Menschen, die über Milliarden verfügen, diese Demokratie aushebeln können". Dem müsse man "einen Riegel vorschieben", sonst werde die Demokratie in zehn Jahren nicht mehr vom Volk, sondern von denen gelenkt, die "Macht, Einfluss und Geld haben".
Kaufmann-Bruckberger hat ihren bisherigen Parteiobmann nicht von ihrem Abgang informiert: Das BZÖ habe zwei Tage lang erfolglos versucht, die Abgeordnete zu erreichen, berichtete Bucher. Einen Fehler bei sich sieht er nicht. Er habe ja nicht die Liste für die letzte Nationalratswahl erstellt, über die Kaufmann nach dem Wechsel Ewald Stadlers in die EU das Mandat zustand.
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3 Kommentare von unseren Lesern
franzjosef08... (466)
30.08.2012 14:29
Stronach
Es geht wirklich zu weit!
Wenn es gelingt einen Klub zu gründen bekommt er Millionen ans Parteienförderung vom Staat (also uns).
Diese werden zusätzlich zu den bisherigen Klubförderungen ausgeschüttet, also Steuererhöhungen sind vorprogrammiert!
Wollen wir so etwas?
SPÖ, ÖVP und Grüne KANN ich mit guten Gewissen wenn ich an meine Kinder und alle anderen nächsten Generationen denke NICHT wählen(ESFS, ESM, Fiskalpakt, die verschenken unser Geld zum Nulltarif und diese Schulden müssen nicht wir sondern kommende Generationen abtragen!)
Orange und Blau
sprechen als einzige über Steuersenkungen und eine Spaltung der Währungsunion in Nord und Süd-Euro.
Da ich nicht will, dass meine Söhne einen "Sklaven-Dienst" von WehrPFLICHT ableisten müssen(und so aus der Karriere gerissen werden), ist meine wahl fürs BZÖ glasklar.
2004 (112)
29.08.2012 20:26
was wir für ein korruptes politksystem haben....
....ist großteile auch bucher´s "verdienst" denn, auch er ( bucher ) konstruierte dieses ( unser ) politsystem mit !! also lieber josef fasse dich x selber an der nase
im übrigen, ist es nicht so, das nur jemand politiker wird wenn er davon proftiert und nicht aus nächstenliebe durch die lande reist !
alles geschieht unter dem denckmantel der demokratie, der wähler-stimmen, ist im grunde jedoch einzig und allein der selbstdarstelleung einer proporzverteilung, und parteiendisziplien bzw dem klubzwang,
jede-r partei-chef verspricht s-einen erfolgreichen rattenfänger-n doch eh die halbe welt.
im übrigen sinds doch alle sesselkleber
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