Spezialisten benötigt Politik

Nur 6,3% der Rekruten im Katastropheneinsatz

Nur 6,3% der Rekruten im Katastropheneinsatz

Soldaten transportieren Sandsäcke, um gegen eine Überschwemmung anzukämpfen (© APA/Bundesheer/Peter Lechner)

Katastrophenhilfe
Soldaten transportieren Sandsäcke, um gegen eine Überschwemmung anzukämpfen
Nur ein Bruchteil der heimischen Grundwehrdiener wird in der Katastrophenhilfe eingesetzt. Das zeigen Zahlen aus dem Verteidigungsministerium.

Demnach waren in den vergangenen fünf Jahren 93,7 Prozent der Rekruten niemals im Katastropheneinsatz. 2011 halfen nach Unwettern sogar nur 1,8 Prozent der Grundwehrdiener.

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Die Details aus der Einsatzstatistik des Bundesheeres:
  • Pro Jahr leisten 22.000 Rekruten ihre sechsmonatige Wehrpflicht ab, derzeit sind es also rund 11.000. Mehr als 5500 davon sind "Systemerhalter": Sie sind Kellner, Mechaniker oder putzen. Die andere Hälfte ist tatsächlich bei der Truppe tätig.
  • Von 2007 bis 2011 halfen im Schnitt 6,3 Prozent der Rekruten pro Jahr bei Katastrophen (Hochwasser, Unwetter), 2011 waren es nur 700 (1,8 Prozent). Diese Werte würden "die Aussagen der Berufsheergegner als reine Angstmacherei" entlarven, sagt ein Sprecher von Verteidigungsminister Darabos (SP).
  • Zudem würden die Einsätze der vergangenen Jahre zeigen, dass vermehrt Spezialisten gebraucht würden – und eben sehr wenige Grundwehrdiener. Derzeit verhandeln Innenministerin Mikl-Leitner (VP) und Darabos die genaue Fragestellung der Volksbefragung im Jänner. Ein Ergebnis könnte es schon Ende der Woche geben.

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