Für Hypo-Bank Politik

Gusenbauer kassiert für eine Rede 18.000 €

Gusenbauer kassiert für eine Rede 18.000 €

Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (© Alexander Tuma)

Alfred Gusenbauer
Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer
April 2009: Fünf Monate nachdem Alfred Gusenbauer (SP) aus der Politik ausgeschieden ist, engagiert ihn die Hypo. Für einen Vortrag bei einem "Kamingespräch" in Schloss Ebenthal erhält er laut einem Gutachten, aus dem "News" zitiert, 18.362,88 Euro.

"Das Honorar entspricht den europäischen Standards für Vorträge in der Privatwirtschaft von ehemaligen Regierungsmitgliedern", erklärt Alfred Gusenbauer, den Heute in Bangkok erreichte, zum Gutachten von Wirtschaftsprüfer Kleiner.

Firmen schmücken sich gerne mit hochkarätigen Rednern: Deutschlands Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) kassiert pro Vortrag bis zu 100.000 €, sein einstiger Stellvertreter Joschka Fischer (Grüne) 35.000 €. Ex-US-Präsident Bill Clinton erzielt Honorare jenseits der 200.000 €.

Eine schiefe Optik in der aktuellen Causa um Gusenbauer bleibt dennoch: Nach dem Vortrag übernahm er laut "News" ein Lobbyisten-Mandat für die Hypo. Die Ende 2009 notverstaatlichte Skandalbank zahlte dem Ex-Kanzler dafür 84.000 €.
Aber: In seinem Gutachten vermisst Fritz Kleiner Leistungsnachweise. Gusenbauer weist das zurück: "Alles wurde gegenüber der Hypo dokumentiert."

Erich Nuler

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12 Kommentare
Norli Veteran (232)

Antworten Link Melden 0 am 07.09.2012 22:21

Diejenigen die dieses Honorar bezahlt haben ,gehören zur Rechenschaft gezogen und auf die Stunde entlassen und zwar mit einenTritt zur Tür hinaus .

judith-ort Newcomer (3)

Antworten Link Melden 0 am 07.09.2012 13:03

Ihr Politiker(fast ALLE) habt ja Glück mit unseren gutmütigen Österreichern.Wären diese Eskapaden von unseren gewählten (ANGESTELLTEN,die wir das blöde Volk gewählt haben) in einem anderen Land, es würde auch Krawalle und Demostrationen geben.Wir Österreicher, warten jedoch darauf es Euch bei der nächsten Wahl heimzuzahlen....wenn wir bis dahin auch wahrscheinlich alle Bankrott sind und Ihr glaubt die Zeit bis zum Nächsten Urnengang heilt ALLE WUNDEN.

Ludwig54 Veteran (197)

Antworten Link Melden 0 am 07.09.2012 23:37 als Antwort auf das Posting von judith-ort am

Da kann ich nur zustimmen. Aber wie heißt es doch so treffend:
"Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber"

Ich hoffe doch daß diesmal auch die Letzten aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht sind und sehen was unsere derzeitigen Macher für uns tun bzw. getan haben. Sie glauben immer noch daran dass sie im Sinne der Volksmehrheit agieren und zocken das Volk dafür fleißig ab.

ursel Routinier (61)

Antworten Link Melden 0 am 06.09.2012 15:57

Entschuldigung !!!

HYPO braucht nicht 2,2 Millionen sondern Milliarden.

Ich bin mir sicher, dass die Herren Politiker dies raschest in einer "Nacht und Nebel-Aktion" beschließen werden.

Für das ist ja Geld des STEUERZAHLERS vorhanden - dafür senken Sie die Bausparprämie um 50 %.

Wie sagte Herr Faymann wegen mehr Steuergerechtigkeit von SUPERREICHEN..

Na, wenn jemand im Monat höchstens € 100,-- spart ist er für Herrn Faymann ein SUPERREICHER.

Wollen SIE UNS FROTZELN ????

ursel Routinier (61)

Antworten Link Melden 0 am 06.09.2012 15:53

So sieht die Politik der SPÖ aus.

Reichensteuer wollen Sie einführen und treten für mehr "Gerechtigkeit" ein.

Ihr einstiger Bundeskanzler kassiert von der HYPO - sprich praktisch dem Steuerzahler - also über € 100.000,--.

Er findet dies noch in Ordnung.

Sie auch Herr Faymann - die HYPO braucht schon wieder 2,2 Millionen EURO - die Frage um Politiker für Vorträge zu bezahlen ??????

siska Veteran (1377)

Antworten Link Melden 0 am 07.09.2012 20:56 als Antwort auf das Posting von ursel am

Wenn sie schon die Reichensteuer einführen wollen (die können sie sich selbst "einführen"...bis zum Anschlag!), dann sollten sie bestens bei sich selber beginnen damit, denn für so manchen hart arbeitenden Österreicher - nicht Zuwanderer! - ist es ein glatter Affront, wenn jemand mit Dummschwätzerei und Gefasel pro Rede 18.000 abcasht!

thomas-w-schmidt Routinier (96)

Antworten Link Melden 0 am 06.09.2012 15:34

Das stimmt doch nicht was - vielleicht sind´s drei Nullen zu viel! Nun weiß man aber nicht, wie lange der Mann für die Vorbereitung der Rede gebraucht hat. Hinzu kommen Lektoren u. Korrektoren, die sich die Rede anschauen, bevor sie spruchreif ist. Das ist teuer - kostet in der Regel pro Seite 12 Euro und mehr. Weiter im Text: Kosten für Übernachtung, Verpflegung, Fahrkosten etc.

Der_liebe_Augustin Newcomer (9)

Antworten Link Melden 0 am 06.09.2012 13:47

was wird er den ami-studenten schon groß erzählen ?

vielleicht, wie man innerhalb von nur wenigen jahrzehnten einen staat unbezahlbar verschuldet und in den finanziellen ruin steuert ? oder wie man sich mit x-nebengschäfterln auf div. aufsichtsratsselsserln das börserl füllen lässt und mit mehr als gut bezahlten reden zusätzlich kohle lukriert ? das wissen die amis doch schon längst und brauchen die ungeistigen ergüsse unseres altkanzlers nicht - das wissen die amis doch schon lange - angesichts einer horrenden staatsverschuldung in der höhe von 16 BILLIONEN Dollar !

Foltyn Routinier (39)

Antworten Link Melden 0 am 06.09.2012 12:57

viele Arbeiter leben nicht schlecht, jedenfalls lebt der Durchschnitt noch viel besser als ich und das will was heißen. Wenn es wem einem Politiker zahlt, habe ich nix dagegen, aber es gehört für das Volk, das sind die vielen Bedeutungslosen, eine viel bessere Redefreiheit und nicht eine Sprachpolizei, die selbstherrlich Qualitätskriterien festsetzt mit drakonischer Strafandrohung. Es dürfen ja bekanntlich die, die moralisch über der Norm stehen, als ob sie sie gepachtet hätten, eh jederzeit widersprechen, was man ursprünglich als Redefreiheit verstanden hat, als man noch wußte was das war, weil in der Sowjetunion gab's sowas nicht.

Denes Routinier (52)

Antworten Link Melden 0 am 06.09.2012 12:34

Bei dieser Angelegenheit stellt sich schon die Frage wer von diesem Unternehmen hat wofür Hrn Dr. Gusenbauer 18.000 Euro bezahlt und vor allem wer waren die Zuhörer sowie was hat dies dem Unternehmen wirtschaftlich gebracht bzw inwieweit ist hier öffentliches Geld für ein einfaches Geplauder aus einem einfachen Freundschaftdienst heraus den Besitzer gewechselt. Ich kann mir nicht vorstellen daß Hr. Dr. Gusenbauer der wirtschftliche Wunderwuzi ist, der einem solchen Unternehmen hilfreich sein kann

laoze Routinier (62)

Antworten Link Melden 1 am 06.09.2012 06:52

eigandlich sollte sich der Herr was schämen, manche Arbeiter verdienen im Jahr nicht das, was der Herr da einsackl't. So einer hat einmal die Arbeiter vertreten. die sollen sich was schämen, diese ......
ach was reg ich mich auf, soll er an seinem Geld zugrunde gehen!

rehse Veteran (312)

Antworten Link Melden 1 am 06.09.2012 19:16 als Antwort auf das Posting von laoze am

Zugrunde gehen wird er nicht sondern weiterhin kassieren. Das ist leider so üblich geworden.

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