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10.09.2012

Werte-Studie zeigt:

Unsere Jugend pfeift auf Politik

Jugendliche Gruß

(© Fotolia)

Nur 1,1 Prozent der Jugendlichen haben Vertrauen in die österreichische Politik. Das ergab die aktuelle Jugend Trend-Monitor-Studie, die die Event-Agentur DoclX bei einer Pressekonferenz am Montag präsentierte.

Die jüngsten Korruptionsfälle wirken sich im Bewusstsein der Jugendlichen aus: Die EU-Politik (31,0%) und die Bundespolitik (25,0%) werden als am meisten korrupt empfunden. Als korrupteste Parteien nehmen die Jugendlichen FPÖ (15,7 Prozent) und ÖVP (14,8 Prozent) wahr. Politiker zu werden können sich die meisten der Befragten (72,5 Prozent) nicht vorstellen. „Die Ergebnisse machen ganz klar deutlich, dass das Vertrauen der Jugendlichen in öffentliche Institutionen sehr gering, ihre Politikverdrossenheit dagegen umso höher ist. Hier wird die Politik viel Vertrauensarbeit leisten müssen, um die junge Wählerschaft wieder für sich gewinnen zu können“, resümiert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com.

Das höchste Ansehen genießen bei den 14-29-Jährigen noch die Polizei (14,4%) und Gerichte/Justiz (12,5%), wobei hier jeweils die höchste Zustimmung bei den 14-19-Jährigen zu finden ist (16,9 bzw. 17,3%) und mit
zunehmendem Alter das Vertrauen schwindet (25-29 Jahre: 10,2 bzw. 6,9%).

Beliebtester Arbeitgeber ist Red Bull
Im Berufsleben wollen sich 53,8 Prozent vor allem selbst verwirklichen. Für 41,2 Prozent kommen allerdings Kinder vor der Karriere (29,1 Prozent). Die beliebtesten Branchen sind "IT und Telekommunikation" (12,3 Prozent), "PR/Werbung/Kommunikation" (9,8 Prozent) und "Eventmanagement" (9,8 Prozent). Als attraktivsten Arbeitgeber gaben 6,7 Prozent der Befragten Red Bull an, auf Platz zwei folgt die Voest Alpine (1,8 Prozent) und auf Platz drei der Staat (1,7 Prozent).

Familie und Freunde ganz vorne
Insgesamt sind für Österreichs Jugend sind Familie (67 Prozent) und Freunde (66,6 Prozent) am wichtigsten. Das wichtigste Medium ist für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Internet (35,7 Prozent). Den ORF und Printmedien halten die Befragten hingegen großteils für verzichtbar. Nur 1,4 Prozent würden Zeitungen vermissen. Privatfernsehen wird von 48,3 Prozent gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen (18,7 Prozent) bevorzugt.







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