Anzeigentarife | Jobs bei Heute.at

Heute im Brennpunkt: Ukraine-Krise | ÖVP-Umbruch

Lade Login-Box.

24.09.2012

Im Puls 4-Interview

Frank Stronach will 2013 Wahlsieger werden

Frank Stronach, Corinna Milborn und Christian Rainer

Frank Stronach beim "Herbstgespräch" (© PULS 4 Mikes)

Der Milliardär Frank Stronach hat am Montagabend bestätigt, dass er als Spitzenkandidat mit seiner von ihm geplanten Partei bei der kommenden Nationalratswahl antreten wird und danach auch ein Mandat im Nationalrat annehmen will. Als Ziel nannte er im Interview mit dem Privatfernsehsender Puls 4 "Platz 1".

Den kolportierten Namen seiner Partei "Team Stronach für Österreich wollte er vor der offiziellen Präsentation am kommenden Donnerstag noch nicht bestätigen, wohl aber, dass "Stronach" darin vorkommen werde.

Stronach bestätigte auch, dass ihm ein Weisenrat unterstützen wird. Namen dafür nannte er noch keine. Dieser soll für ihn in den nächsten paar Monaten bis zur Wahl ein Programm ausarbeiten. Am Donnerstag soll "ein Vorprogramm" präsentiert werden. Auch prominente Kandidaten präsentierte der 80-jährige Industrielle nicht. Die Abgeordneten, die ihm unterstützen, konnte er nicht namentlich nennen.

Frank schließt keinen aus
Eine Zusammenarbeit nach der Wahl kann sich Stronach mit allen Parteien vorstellen, die seine Werte befürworten. Konkret auf ÖVP-Obmann Michael Spindelegger angesprochen, bezeichnete er den Vizekanzler als "eine sehr anständige, nette Person, aber ich glaube, er hat nicht so viel Erfahrung in Bezug auf Wirtschaft."

Inhaltlich sprach sich Stronach für Studiengebühren aus, allerdings mit Ausnahmen. In von der Wirtschaft gefragten Studienrichtungen wie den technischen Fächern, sollten die Studenten davon ausgenommen werden. Voraussetzung sei, dass sie fleißig und gut studieren.  "Aber in der Sozialwissenschaft, wo Tausende studieren und keiner weiß wozu - die müssen das selbst bezahlen."

Wehrpflicht, Euro und Steuern
Im Hinblick auf die Wehrpflicht-Volksbefragung im Jänner spricht sich Stronach für ein kleines, gut ausgebildetes Berufsheer aus. Daneben solle es laut Presse (Dienstag-Ausgabe) einen freiwilligen Zivildienst für Männer und Frauen geben, der zwei Jahre dauert. Den Vorwurf, dass er sich für den Eurofighter-Kauf stark gemacht habe, weil eine seiner Firmen davon profitiert hätte, wies Stronach in dem Puls 4-Interview zurück. "Das stimmt nicht." Mit dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der auch in seinem Konzern tätig war, habe er "kaum irgendwelche Gespräche geführt".

Seinen jüngsten Vorschlag im Zusammenhang mit dem Euro relativierte Stronach wieder. Dass die Euroländer eine frei konvertierbare Währung haben und es damit einen österreichischen, einen italienischen, einen deutschen, einen spanischen Euro usw. geben sollte, sei "nur ein Vorschlag". In den nächsten Monaten könnten noch weitere folgen, er sei hier immer noch dabei nachzudenken. In Bezug auf Griechenland befürwortet Stronach einen Schuldenschnitt, allerdings müssten die Banken dazu beitragen.

Vermögenssteuern lehnt der Industrielle ab. Er meint, dass Reiche über die Mehrwertsteuern schon mehr zahlen. Grundsätzlich tritt er für eine Flat Tax ein und fordert vor allem eine Entbürokratisierung.

Zu dem von ihm gekauften Seeschloss Reifnitz in Kärnten ließ es Stronach offen, ob er die Kaufauflage, ein Hotel zu errichten, erfüllen werde. "Es muss Sinn machen. Wir haben keine Verantwortung. Aber ich möchte dort noch bauen. Aber wenn ich keine Genehmigung bekomme, kann ich nicht."


News für Heute?


Verwandte Artikel

Faymann: Fachkompetenz nicht unbedingt gefragt

Stöger als Verkehrsminister

Faymann: Fachkompetenz nicht unbedingt gefragt

"Ohne Steuerreform ist Faymann Geschichte"

Rote kritisieren ihren Chef

"Ohne Steuerreform ist Faymann Geschichte"

Straches Luxus-Lederjacke sorgt für Wirbel

Gucci-Teil für € 2.100,-

Straches Luxus-Lederjacke sorgt für Wirbel

Stronach wird Spitzenkandidat seiner Partei

Führung "wie im Management"

Stronach wird Spitzenkandidat seiner Partei

Stronach-Partei wird im September gegründet

"Spitzenpersonal beisammen"

Stronach-Partei wird im September gegründet

"Frankschämen" ist das Wort des Jahres 2013

Dank skurriler TV-Auftritte

"Frankschämen" ist das Wort des Jahres 2013

DiTech sperrt am Montag wieder auf

Neustart nach Insolvenz

DiTech sperrt am Montag wieder auf

BAWAG schafft 87 Prozent mehr Gewinn

15% Mitarbeiter abgebaut

BAWAG schafft 87 Prozent mehr Gewinn



MeinungHeute

Lade TED

Ted wird geladen, bitte warten...


TopHeute



QuickKlick