Brisante Studie Politik

Wehrpflicht kostet jeden Rekruten 61.000 Euro

Wehrpflicht kostet jeden Rekruten 61.000 Euro

Fünf Prozent des Lebenseinkommens gehen durch die Wehrpflicht verloren (© ROLAND SCHLAGER (APA))

THEMENBILD: BUNDESHEER
Fünf Prozent des Lebenseinkommens gehen durch die Wehrpflicht verloren
Im Streit um die Wehrpflicht verweist das rote Verteidigungsministerium jetzt auf eine brisante OECD-Studie: Demnach hat die Verzögerung oder Unterbrechung des Berufslebens durch die Wehrpflicht schwere finanzielle Nachteile für Rekruten zur Folge.

Fünf Prozent des Lebenseinkommens gehen verloren. Bei einem mittleren Bruttojahresgehalt von 31.000 Euro sind das laut Studie 61.000 Euro. Und: Ministeriumsberechnungen zufolge kostet der Grundwehrdienst die Steuerzahler jedes Jahr 200 Millionen Euro.

Dazu kommen 70 Millionen an Pensionsbeiträgen für Rekruten. "Das Geld könnte man gezielt in ein Profi-Heer mit moderner Ausrüstung investieren", fordert SP-Minister Darabos.

Peter Reidinger


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3 Kommentare
Denes Routinier (52)

Antworten Link Melden 0 am 16.11.2012 15:31

Es ist nicht wirklich wichtig wie hoch im Durchschnitt der Verdienstentgang inklusive eventueller darauffolgender Vorrückungsschäden ist. Es ist einfach nicht einzusehen daß man sich bei diesem Thema in Österreich noch im geistigen Mittelalter befindet wo Männer eben zum Frondienst eingezogen wurden. Was soll das wirklich bringen wenn man jugendlichen ein veraltetes Kriegshandwerk zwangsweise aufs Aug drückt. Die große Verschwendung findet ja auch beim Heer statt. Die ganze quasi Ausbildung kostet einen Haufen Geld und bringt keiner Seele was - daher weg damit.

franzjosef0815 Veteran (539)

Antworten Link Melden 0 am 26.10.2012 03:19

Soviel kriegen Rekruten beim Bundesheer.
Das ist VERSKLAVUNG!
Solange ein System der Versklavung von Menschen existiert gibt es KEINE FREIHEIT!

Unser Militärbudget zählt mit 0,71 % des BIP – rund 1,810 Milliarden Euro – zu den geringsten der Welt, ist vollkommen ausreichend, so dass ein Hochwasser-Einsatz wie im Jahr 2002 heute nicht mehr umsetzbar wäre!
Jährlich werden rund 43.000(30.000 im Bundesheer und 13.000 im Zivildienst) junge Österreicher Zwangs- verpflichtet.
Durch die Verschiebung des Berufseintritts der Betroffenen, entgehen der Republik jährlich ca. 300 Million an Steuern und Abgaben.
Durch ein Aussetzen der Wehrpflicht stünden rund 800 Millionen Euro für ein leistungsfähiges Berufsheer zur Verfügung.
Effizienter ist die Schaffung eines 15.000-Mann starkes Berufsheer mit Milizkomponente.
Auch im Sozialbereich leisten professionelle Kräfte mehr als kurz ausgebildete Zwangsverpflichtete. Diese müssen natürlich mit 1300 entlohnt werden um Dumping zu verhindern!

Udog Newcomer (1)

Antworten Link Melden 0 am 25.09.2012 19:20

Das heist ja der durchschnittliche GWD verrdient im normalen Arbeitsleben über 10.000€ im Monat und das glaub ich kaum. Auserdem sind es bei einem Bruttojahresgehalt von 31.000€ nur 15.500€ die Mann in dem halben Jahr verliert!

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