Anzeigentarife | Jobs bei Heute.at

Heute im Brennpunkt: Unwetter in Österreich | Nahost-Konflikt

Lade Login-Box.

05.10.2012

"Fair"- und "Business-Tax"

BZÖ kämpft heute um ein neues Steuersystem

Bucher hat Jörg Haider als Vorbild

BZÖ-Chef Josef Bucher bringt einen Dringlichen Antrag ein (© ORF/MILENKO BADZIC (APA))

Das BZÖ lädt heute in den Nationalrat zu einer Sondersitzung. Das dringliche Anliegen der Orangen ist eine baldige Steuerreform, die einheitliche Sätze und damit verbunden weniger Belastungen für die Österreicher bringt. Für Normalbürger soll es eine "Fair Tax" geben, für Unternehmen eine "Business Tax".

Bündnis-Klubchef Josef Bucher führt in der Begründung seines "Dringlichen Antrags" an Finanzministerin Maria Fekter (V) aus, dass laut Wifo jede Steuerentlastung zu einem Wirtschaftswachstum von 0,25 Prozent und einem Anstieg der Beschäftigung um rund 4.000 Beschäftigte führe. Eine langfristige Steuersenkung, die den Mittelstand entlaste, sei also das Gebot der Stunde. Dies gelte umso mehr, als viele mit ihrem verdienten Geld nicht mehr auskämen und vor allem Familien Gefahr liefen in die Armut abzusinken.

Nach Einschätzung des BZÖ muss es der Bevölkerung wie ein Hohn vorkommen, wenn sie erfährt, dass die Regierung scheinbar ohne jedes Limit Geld für marode Banken, die sich auf den internationalen Finanzmärkten verzockt haben, aufbringe. Dazu kämen noch die Aufwendungen für jene Staaten, die durch ihre budgetäre Disziplinlosigkeit in ernste Zahlungsprobleme geraten seien.

Bis 11.000 Euro zehn Prozent Steuer
Geht es nach dem Bündnis, muss jetzt schleunigst etwas für die Österreicher getan werden. Beantragt wird die Umsetzung des "Fair Tax"-Modells. Bis 11.000 Euro sollen zehn Prozent abgezogen werden, als Ersatz für die derzeitigen Sozialversicherungsabgaben. Darüber käme ein einheitlicher Steuersatz von 39 Prozent zum Tragen, allerdings mit einem 11.000 Euro-Freibetrag eingerechnet.

Ferner will das BZÖ unter dem Titel "Business-Tax", dass die bisherigen Einkunftsarten (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, selbstständiger Arbeit und Gewerbebetrieb) zu einer Einkunftsart für Unternehmen zusammengefasst werden. Weiters vorgesehen: eine rechtsformneutrale Unternehmensbesteuerung, indem allen Unternehmen ein Wahlrecht zukommt, sich auch nach den Vorschriften für Körperschaften, d.h. mit einem Steuersatz von 25 Prozent besteuern zu lassen.

"Unglaubliche 15 Milliarden Euro"
Leisten kann sich Österreich nach Rechnung des Bündnisses eine Steuerentlastung auch in schwierigen Zeiten. Die Frage der Finanzierbarkeit stelle sich in Anbetracht der längst überfälligen Staats- und Verwaltungsreform und der damit möglichen Einsparungen nicht, schreibt Bucher und verweist darauf, dass der Rechnungshof ein Potenzial von "unglaublichen 15 Milliarden Euro" an Einsparmöglichkeiten in der Verwaltung errechnet habe.

News für Heute?


Verwandte Artikel

BZÖ warf Stefan Petzner aus der Partei

Grabenkämpfe nach Wahl

BZÖ warf Stefan Petzner aus der Partei

3,6 Prozent: BZÖ fliegt aus dem Parlament

Schwarzer Tag für Josef Bucher

3,6 Prozent: BZÖ fliegt aus dem Parlament

Bucher zu Spindelegger: "Hauen Sie Erdogan raus"

BZÖ fordert Austritt aus EVP

Bucher zu Spindelegger: "Hauen Sie Erdogan raus"

Vorbestrafte BZÖlerin im Visier der Justiz

Kärtner Bezirkschefin gefeuert

Vorbestrafte BZÖlerin im Visier der Justiz

Steuer-Protest auf Lokal-Rechnungen

Kreative Protestwelle

Steuer-Protest auf Lokal-Rechnungen

Wird BZÖ-Bucher erstes Wolf-Opfer?

Harter ORF-Sommertalk

Wird BZÖ-Bucher erstes Wolf-Opfer?

Neues Budget ist nun beschlossene Sache

Auch Steuerreform ist durch

Neues Budget ist nun beschlossene Sache

BZÖ zeigt Stronach wegen Bestechung an

Geld für Parteiwechsel

BZÖ zeigt Stronach wegen Bestechung an


1 Kommentar von unseren Lesern

0

franzjosef08... (539)
06.10.2012 00:00

Finde ich gut
Wenn man in Staat und Verwaltung 15 Milliarden € einsparen kann, die Steuern gesenkt werden können, dann sollte man dies auch machen.
Immerhin führen Steuersenkungen zu einer Steigerung der Kaufkraft.
Siehe Slowakei wo der Tourismus auch angekurbelt wurde.


MeinungHeute

Lade TED

Ted wird geladen, bitte warten...


TopHeute



QuickKlick