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18.10.2012
Pröll warnt Stronach
"Geld allein ist noch kein Parteiprogramm"
Erwin Pröll ist seit 20 Jahren "Landesfürst" von Niederösterreich. Und will es auch weiterhin bleiben. (© dapd)
Heute: Herr Pröll, wie begehen Sie Ihr Amtsjubiläum?
Erwin Pröll: "Gar nicht. Am Sonntag mache ich mit Familie und Freunden ein Fußwallfahrt nach Maria Taferl. Der Montag ist ein ganz normaler Arbeitstag."
Heute: Wie "überlebt" man 20 Jahre im Stressjob Politiker?
Pröll: "Das müssen Sie den Herrgott fragen (lacht). Das Geheimnis ist: Es gab bisher noch keinen einzigen Tag, an dem mir meine Arbeit keine Freude gemacht hat."
Heute: Das heißt, Sie waren nie burn-out-gefährdet?
Pröll: "Ich will das nicht bagatellisieren, davor ist niemand gefeit. Aber es gibt offenbar immer mehr Menschen, die ihre Arbeit als Belastung empfinden."
Heute: Wie hat sich der Job in den 20 Jahren verändert?
Pröll: "Es gibt immer weniger Politiker mit Handschlagqualitäten wie etwa Michael Häupl. Es sind viele Leute in die Politik gekommen, die das Grundprinzip nicht verstehen: Es geht um das Dienen, nicht um das Verdienen."
Heute: Wie lange dienen Sie noch in Niederösterreich? Bleiben Sie die ganze Amtsperiode?
Pröll: "Halbe Sachen sind nicht meine Sachen."
Heute: Wie sehen Sie Stronach?
Pröll: "Es steht jedem frei, eine Partei zu gründen. Wenn er in Niederösterreich antritt, werden wir uns mit seiner Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen. Name und Geld sind noch kein Parteiprogramm und kein Erfolgsprinzip."
Heute: Wie geht die Abstimmung über die Wehrpflicht im Jänner aus?
Pröll: "Ich bin froh, dass nun endlich Klarheit geschaffen wird. Selbst eine schlechte Entscheidung ist besser als gar keine. Klar ist: Auch wenn die Wehrpflicht bleibt, muss es zu einer Neuorganisation des Bundesheeres kommen. So kann es nicht bleiben."
Sollte Frank Stronachs »Team« bei der Landtagswahl im März antreten, würde es der ÖVP 1 % kosten, der SPÖ 2% und der FPÖ 3 %. Nur Grüne blieben verschont. Insgesamt käme der Milliardär auf 9% (© Karmasin)
Interessant: Tritt Frank Stronach an, käme er auf Anhieb auf 9 %, würde den Freiheitlichen 3 % kosten – und sie damit sogar überholen. Die VP würde kaum verlieren. (© Christian Nusser)
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2 Kommentare von unseren Lesern
ursel (61)
21.10.2012 18:16
Pröll = Superschuldenmacher
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann von Niederösterreich!
Schon etwas von SKYLINK gehört = einer der größten Skandale für den Steuerzahler.
So macht man halt Politik.
Ach ja, wie heißt das Bundesland mit der höchsten Pro-Kopf Verschuldung.
Richtig Herr Pröll es ist Niederösterreich..
Sind Sie dort nicht Landeshauptmann.
Ein Erfolg wie die ganze ÖVP.
gladiator (43)
19.10.2012 17:42
Pröll bedient sich ja besonders aus dem Steuersackerl!
Also das sollte der Erwin doch am besten wissen - bedient er sich in Niederösterreich doch für seine Propaganda besonders ungeniert aus dem Sackerl der Steuerzahler - mehr als 100 Millionen Euro jährlich im Landesbudget!
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