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25.10.2012
Noch vor nächster Wahl
Stronach-Partei hat grünes Licht für Klub
Robert Lugar und Christoph Hagen jubeln, das Team Stronach darf ab sofort einen eigenen Klub im Nationalrat gründen. (© Georg Hochmuth (APA))
Festlegungen oder Vorgaben an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer gibt es in dem siebenseitigen Papier, das der Rechts-, Legislativ- und Wissenschaftliche Dienst des Hohen Hauses erstellt hat, keine. Hauptaugenmerk liegt auf jenem Präzedenzfall, den der einstige Nationalratspräsident und nunmehrige Bundespräsident Heinz Fischer mit dem Liberalen Forum geschaffen hatte. Auch die fünf ehemaligen orangen Überläufer hatten sich auf die Abspaltung des LIF von der FPÖ im Jahr 1994 berufen.
Ausübung des freien Mandats
Knackpunkt der jetzigen Situation ist, ob die fünf Abgeordneten auch während der Legislaturperiode einen Klub gründen dürfen. Bereits damals hatte sich Fischer auf Bundesverfassung sowie Geschäftsordnung berufen, aus dessen Entscheidungen das Gutachten ausgiebig zitiert. So lasse dies die Ausübung des freien Mandats ausdrücklich zu. Zudem gebe es weder eine Frist für die Klubbildung, noch ein Verbot von Veränderungen, wie bei der Gründung des LIF-Klubs argumentiert worden war.
Prammer muss Rechtsfolgen auslösen
"Wenn sich fünf Abgeordnete derselben wahlwerbenden Partei zu einem Klub zusammenschließen, ist der betreffende Klub in der Rechtsordnung existent", hält das Gutachten weiters fest. Diese "Anerkennung", von der die Geschäftsordnung spricht, bestehe jedoch lediglich darin, dass die Nationalratspräsidentin diese Mitteilung zu beurteilen habe, da sie verpflichtet sei, die sich daran anknüpfenden Rechtsfolgen auszulösen.
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