Erinnert an Fall Kampusch

17-jährige Japanerin floh nach zweijähriger Gefangenschaft

Japan Mädchen Entführer

Japanische Behörden stellen Beweismaterial in der Wohnung des Entführers sicher (© AP)

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Japanische Behörden stellen Beweismaterial in der Wohnung des Entführers sicher

Ein 17-jähriges Mädchen ist in Japan nach zweijähriger Gefangenschaft ihrem Entführer entkommen. Der 23-jährige Kidnapper wurde wenig später nach einem Selbstmordversuch blutüberströmt auf einer Straße aufgefunden. Er ist in Haft.

Die Jugendliche hatte sich am Sonntag von einem Bahnhof in Tokio aus bei ihren Eltern gemeldet, wie japanische Medien berichteten. Sie war im März 2014 von ihren Eltern als vermisst gemeldet worden. Ein 21-jähriger Student hatte das damals 15-jährige Mädchen am Nachhauseweg von der Schule in sein Auto gelockt und entführt.

Anschließend hatte er das Mädchen gezwungen eine Nachricht an ihre Eltern zu schreiben und sie darin aufzufordern, nicht nach ihr zu suchen. Zwei Jahre lang hielt er die Jugendliche in seiner Wohnung gefangen und ging die ganze Zeit über normal zur Uni. Als der heute 23-Jährige nach seinem Examen umzog, nutzte die Jugendliche einen unachtsamen Moment ihres Peinigers zur Flucht.

Der 23-Jährige wurde wenige Stunden nach der Flucht des Mädchens blutüberströmt auf einer Straße in der Präfektur Shizuoka westlich von Tokio gefunden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Er hatte versucht, sich mit einem Messer das Leben zu nehmen, soll aber außer Lebensgefahr sein.

 

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