Ölpest im Golf von Mexiko

4700 km²: Ölteppich nach Unglück wird Katastrophe

Die Verschmutzung erstreckt sich auf einer 77 mal 63 Kilometer großen Fläche und könnte sich weiter vergrößern. US-Behörden befürchten, dass der Ölteppich – abhängig von Wind und Strömung - in drei Tagen die Küste Floridas und Louisianas erreicht.

Bisher gelang es noch nicht, die beiden Lecks in rund 1500 Meter Tiefe mit Tauchrobotern abzudichten. Bleiben diese Bemühungen weiter erfolglos, soll ein weiteres Loch gebohrt werden, um das Öl von dort abzupumpen. Dieser mühsame Prozess würde allerdings rund zwei Monate dauern.

Wetter behindert Rettungsarbeiten
Nach den heftigen Stürmen vom Wochenende ist die See im Golf von Mexiko noch zu bewegt, um mit Reinigungsarbeiten zu beginnen. Nach Angaben der US-Küstenwache halten sich die Besatzungen von 32 Schiffen bereit, um die Ölpest einzudämmen, sobald der Wellengang nachlässt. Akut gefährdet sind die vorgelagerten Inseln der Chandeleurs, die Pelikanen und anderen Seevögeln als Brutplatz dienen.

Im betroffenen Gebiet leben außerdem zahlreiche Meerestiere wie Wale, Haie und Schildkröten. Bedroht sind auch die Austern-Bänke an der Mississippi-Mündung.

Auch politische Auswirkungen möglich
Das Unglück könnte auch politische Auswirkungen haben: Erst kürzlich hatte US-Präsident Barack Obama in einer energiepolitischen Kehrtwende Ölbohrungen vor den Küsten genehmigt. Er begründete dies unter anderem mit neuen, umweltschonenden Technologien.


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