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29.07.2011
Breiviks britischer "Mentor" bestreitet Verbindung
Zwar halten die Ermittler trotz Breiviks Angaben, es gäbe "weitere Zellen", mögliche Mittäter für wenig wahrscheinlich. Im Zuge der Ermittlungen und der ersten Auswertungen des 1500-Seiten-Manifests ergibt sich jedoch ein Netz an gleichgesinnten Organisationen, selbsternannten "Tempelrittern" und Islamgegnern.
Aus Angst vor möglichen Mittätern will die norwegische Polizei verhindern, dass auch nur ein Zitat des Attentäters an die Öffentlichkeit gelangt. Deswegen wird Breivik bei jedem Verhör abgeschirmt, "nur für den Fall, dass es ihm sonst gelingen könnte, kodierte Botschaften nach außen zu schicken."
+++ Breivik wollte zwei weitere Gebäude bombardieren +++
In den britischen Medien steht derzeit ein Mann namens Paul Ray im Zentrum der Aufmerksamkeit, der Breiviks geistiger Mentor gewesen sein soll. The Sun zitiert den Briten mit den Worten "ich könnte seine Inspiration gewesen sein. Es sieht so aus."
Geistige Väter
Denn Breivik erwähnt in seinem Manifest ein britisches Vorbild: "Ich hatte oder habe eine relativ enge Beziehung zu mindestens einem Engländer, nennen wir ihn Richard, der mein Mentor geworden ist. Er war einer der ersten, der den 'perfekten Ritter' beschrieben hat."
Ray, der sich selbst "Löwenherz" nennt, distanziert sich auf seinem Internet-Blog vom Attentäter und schiebt Organisationen wie der "English Defence League" (EDL) die Schuld zu. "Er war in Kontakt mit 600 EDL-Mitgliedern, die auch sein Manifest erhielten." Die britische Organisation predigt den "Gegen-Jihad" und ist laut eigener Homepage "angefressen und krank bis hinter die Backenzähne vom islamischen Extremismus im Vereinten Königreich".
Paul Ray selbst war einst Mitglied der radikalen Organisation. 2008 wanderte er nach Malta aus, nachdem er in Großbritannien wegen hetzerischer Internet-Aktivitäten verhaftet worden war.
"Muslime statt Kinder"
Er hätte nichts falsch gemacht und sei auch bereit, nach Norwegen zu reisen, um für Aufklärung zu sorgen, so Ray weiter in seinem Blog. "Meine Gebete gehen an die Menschen in Norwegen und die Familien, die einen geliebten Menschen verloren haben. In dieser traurigen Zeit wird Gott helfen, zu heilen und Licht ins Dunkel zu bringen."
Seiner Ansicht nach, die man auf seinem umfangreichen Blog nachlesen kann, sind die Anschläge und das "Töten von beinahe 100 Kindern die Tat eines Wahnsinnigen".
Für den radikalen Briten gelten ganz offensichtlich nicht für alle Menschen die gleichen Rechte, denn einen Absatz später stellt Ray die Frage: "Warum hat Breivik, als Tempelritter, nicht Muslime angegriffen, die historischen Feinde jeder christlichen Ritterschaft?"
Ob Paul Ray oder die "English Defence League" nun Mentoren eines irren Einzeltäters waren oder nicht - die kranken Ideen des Norwegers haben viele weitere Anhänger.
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1 Kommentar von unseren Lesern
stephan1 (87)
30.07.2011 16:55
Jetzt beginnt das Spitzelunwesen.
Sind jetzt alle Europäer verdächtig, die der Islamisierung unserer Länder skeptisch gegenüberstehen? Dann darf unsere Regierung jetzt viele Millionen Europäer überwachen. Mir ist es egal, denn ich habe nichts zu verbergen, allerdings will ich keinen Überwachungsstaat à la DDR mit meinen Steuergeldern mitfinanzieren. Auch wir hatten schon zu Metternichs Zeiten ein ausgeklüges Spitzelsystem. Die Geschichtee Wiederholt sich....
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