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Gaddafi-Tochter bringt nach Flucht Baby zur Welt

Aus algerischen Regierungskreisen wurde bestätigt, dass Aisha Gaddafi am Dienstag Morgen erneut Mutter wurde. Mutter und Kind seien wohlauf. Erst am Montag war die Juristin mit ihrer Mutter Safia und ihren Brüdern Hannibal und Mohammed aus Libyen in den Nachbarstaat geflüchtet.

Tod vorgetäuscht?
Indes gibt es Spekulationen, dass der libyische Dikator den Tod seiner zweiten Tochter vorgetäuscht haben soll. Als 1986 zwei US-Soldaten bei einem Attentat durch libysche Extremisten ums Leben kamen, flog die USA Luftangriffe auf Tripolis. Dabei fielen auch Bomben auf Gaddafis Palast. Ein Opfer der Angriffe soll auch Hana, die damals sechs Monate alte Tochter des Diktators, gewesen sein.

Eine Reporterin der Irish Times behauptet nun, Gaddafi habe gelogen, um sein Volk gegen den Westen aufzuhetzen. Sie habe Beweise im Palast gefunden, unter anderem Hanas Zimmer, das diese bis vor kurzem bewohnt haben soll. Der Raum ist mit westlichem Dekor gestaltet, außerdem fand die Journalistin DVDs von "Sex and the City" und CDs von den "Backstreet Boys" sowie Anti-Cellulite-Creme.

Hana ist Medizinerin
Der wichtigste Beweis, dass Hana noch am Leben ist, lieferte eine Urkunde der Universität Tripolis. Das Dokument der medizinischen Fakultät ist für Hana Mohammed Gaddafi ausgestellt - in ihrem Zimmer stapelt sich medizinische Fachliteratur. Außerdem hängen im Raum mehrere Fotos, worauf Hana zu sehen sein soll. Sie ist Mitte 20 und hat lange braune Haare.

Vermutungen gab es bereits länger, dass die Diktatoren-Tochter noch am Leben ist. Als beispielsweise das Vermögen von Gaddafi eingefroren wurde, fand man ein Konto, das auf Hana lief. Wo sie sich derzeit aufhält ist nicht bekannt, vielleicht ist sie wie Teile des Gaddafi-Clans nach Algerien geflüchtet.

Ultimatum an Gaddafis Soldaten
Am Dienstag hat der lybische Übergangsrat den letzten Kämpfern Gaddafis ein Ultimatum gestellt: sie sollen sich bis spätestens Samstag ergeben, ansonsten werde mit militärischer Gewalt gegen sie vorgegangen. "Länger können wir nicht warten", sagte der Chef des Rates, Mustafa Abdel Dschalil, am Dienstag in Bengasi. Derzeit halten Kämpfer der ehemaligen Regierungstruppen noch Gaddafis Geburtsstadt Sirte sowie die Wüstenstadt Sebha im Zentrum des Landes.

Wie auch dienstags bekannt wurde, sind im seit sechs Monate dauernden Krieg bereits 50.000 Menschen getötet worden.
 


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