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Gaskammer-Vorwurf: Erdogan attackiert Europa

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Präsident Erdogan: Brachial-Rhetorik gegen Europa

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Präsident Erdogan: Brachial-Rhetorik gegen Europa

Der türkische Machthaber Recep Tayyip Erdogan hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er im Konflikt mit Europa nicht auf feine Spitzen, sondern auf verbale Breitseiten setzt. Der deutschen Kanzlerin Angela Merkel warf er "Nazi-Methoden" vor, Europa brachte er mit Gaskammern in Verbindung.

In einer Ansprache, die Millionen live im TV verfolgten, richtete sich Erdogan am Wochenende persönlich an Merkel: "Du benutzt gerade Nazi-Methoden", warf er der Kanzlerin vor, "gegen meine türkischen Brüder in Deutschland".

"Würden Gaskammern einrichten"
Mit Blick auf Europa setzte Erdogan noch eins drauf: "Wenn sie könnten, würden sie wieder Gaskammern einrichten", tobte der Präsident. Wer "sie" ist, ließ er offen.

Merkel hatte sich bereits vor zwei Wochen gegen Nazi-Vergleiche gewehrt - sie war etwa in türkischen Zeitungen als Hitler abgebildet worden. "Diese Vergleiche der Bundesrepublik mit dem Nationalsozialismus müssen aufhören", sagte sie am 9. März bei ihrer Regierungserklärung im Bundestag. Auch der neu gewählte SPD-Parteichef und Kanzler-Anwärter Martin Schulz bezeichnete Erdogans Angriffe als "eine Frechheit".

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