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"Gorch Fock": Kadettin klagte vor Tod über Schmerzen

Uwe Böker ist wütend. Vor mehr als zwei Jahren verlor er seine Tochter als diese über Bord des Schiffes gefallen war und ertrank. Der Vater hat einen Verdacht: Zwei Tage vor ihrem Tod schrieb sie ihm ein E-Mail, in der sie ankündigte, sie müsse wegen Unterleibsschmerzen dringend zum Arzt. Böker, gestern zu Gast bei Stern TV, fragt sich, ob seine Tochter womöglich sexuell belästigt worden sein könnte. Auch Tod durch Fremdverschulden schließt er nicht aus.

"War sie überlastet?"
Die Mutter der bei einer Übung Anfang November 2010 tödlich verunglückten Kadettin Sarah Seele hat ebenfalls noch viele offene Fragen zum Tod ihrer Tochter. Bei der Übung musste Sarah angeblich sechs Mal aufentern, also in 30 Meter Höhe klettern und wieder hinunter. Beim siebten Durchgang stürzte sie ab. "War sie überfordert, war sie überlastet?", fragte die Mutter bei Stern TV.

Zudem berichtet die deutsche Wochenzeitung Die Zeit, das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr habe in Forschungsstudien dem Verteidigungsministerium über Missstände auf dem Schiff (Mangelndes Sicherheitskonzept und schlechte Hygiene) berichtet.

Guttenberg unter Druck
Der bisherige Kommandant Norbert Schatz wurde wegen der Vorwürfe suspendiert. Das Schiff soll nun vom seinem früheren Kapitän Michael Brühn nach Deutschland zurück gebracht werden. Wegen der Ereignisse auf der "Gorch Fock" steht auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) unter Druck.


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