Eine Mahnung

KZ-Überlebender: "Du sollst nicht Mitläufer sein!"

Gedenkveranstaltung mit 300 Überlebenden und 40 Staats- und Regierungschefs in einem Zelt am Gelände von Auschwitz-Birkenau

Gedenkveranstaltung mit 300 Überlebenden und 40 Staats- und Regierungschefs in einem Zelt am Gelände von Auschwitz-Birkenau

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Gedenkveranstaltung mit 300 Überlebenden und 40 Staats- und Regierungschefs in einem Zelt am Gelände von Auschwitz-Birkenau

Gedenkveranstaltung mit 300 Überlebenden und 40 Staats- und Regierungschefs in einem Zelt am Gelände von Auschwitz-Birkenau

Minusgrade, Schneefall. Fast wie vor 70 Jahren, als die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreite. Am Dienstag kehrten 300 Überlebende an den Ort des Grauens zurück. Eine Mahnung.

"Nur eines ist schlimmer als Auschwitz; und zwar wenn die Welt vergisst, dass es so einen Ort gegeben hat", sagt Henry Appel. Die Gedenkveranstaltung mit hochrangigen Vertretern aus 40 Ländern eröffnete Polens Präsident Komorowski so: "Die Deutschen haben meine Heimat zum ewigen jüdischen Friedhof gemacht."

Eine polnische Mitschuld nannte er nicht. Dabei wurden von 3,4 Millionen polnischen Juden 3 Millionen getötet. Später spricht Roman Kent, der wie Appel Auschwitz überlebte und in die Zukunft blickt. Sein Vorschlag ist ein elftes Gebot: "You should never be a bystander." Also niemals unbeteiligter Zuseher sein – und schon gar nicht Mitläufer.

Die Mitschuld Österreichs strichen Präsident Fischer und Kanzler Faymann hervor. Ronald Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, bezieht sich auf den Pariser Terror: "70 Jahre später werden wieder Juden zum Ziel, weil sie Juden sind."

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