Wegen Ankara-Anschlag

Kein Davutoglu - Asyl-"Gipfel der Willigen" abgesagt

Ahmet Davutoglu Angela Merkel

Der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu (vorne links) und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Treffen im Jänner 2016

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Ahmet Davutoglu Angela Merkel

Der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu (vorne links) und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Treffen im Jänner 2016

Der für Donnerstag geplante "Gipfel der Willigen"in Brüssel zur derzeitigen Flüchtlingskrise wird doch nicht stattfinden. Grund ist die kurzfristige Absage des türkischen Regierungschef Ahmet Davutoglu. Er bleibt aufgrund des blutigen Bombenanschlags in Ankara in der Türkei.

Bei dem Treffen im Vorfeld des EU-Gipfels wollten elf EU-Staaten - darunter auch Bundeskanzler Werner Faymann und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel - mit der Türkei über konkrete Lösungen in der aktuellen Flüchtlingskrise beraten. Ohne den türkischen Regierungschef hat das Zusammentreffen aber keinen Sinn. Das Kanzleramt teilte der APA Mittwochabend mit, dass das Treffen abgesagt worden sei.

Nach dem verheerenden Bombenanschlag in Ankara mit mindestens 18 Toten sagte Davutoglu sein Kommen am Mittwoch kurzfristig ab. Das Treffen hätte in der österreichischen EU-Vertretung stattfinden sollen. Bundeskanzler Faymann zeigte sich erschüttert vom Anschlag in Ankara. Er habe "natürlich vollstes Verständnis" für die Absage Davutoglus, so das Kanzleramt. Es werde so rasch wie möglich ein neuer Termin koordiniert.

Themen: Asyl EU Flüchtlinge
Orte: Brüssel

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