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Kinderpornoring gesprengt - Österreicher verhaftet

Unter dem Codenamen "Operation Geisterwald" (Name des Kinderpornonetzwerkes) waren Beamte des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) dem Kinderpornoring seit Jänner auf den Fersen. Da dieser grenzüberschreitend agierte wurden im Mai unter anderem auch die österreichischen Behörden in die Ermittlungen einbezogen. Das äußerst professionell organisierte Verhalten der Verdächtigen erschwerte die Arbeit der Ermittler. Monatelange Detailarbeit führte die Kriminologen aber zu Erfolg.

Seit gestern Abend wurden in Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Bulgarien, Kanada und den USA insgesamt 178 Hausdurchsuchungen durchgeführt. Davon alleine 163 in Deutschland. In den beteiligten Ländern wurden insgesamt 22 Verdächtige festgenommen. In Deutschland und der Schweiz wurden unter anderem die Administratoren des Netzwerkes verhaftet.

Wiener Fleischhauer war "Star des Forums"
Bei den Hausdurchsuchungen wurden bisher 220 Computer und mehr als 17.000 Festplatten, DVDs und CDs beschlagnahmt. Der Ring tauschte über sogenannte Peer-to-Peer-Netzwerke Bilder, Filme oder Erfahrungsberichte untereinander aus. Manche der Mitglieder stehen sogar unter Verdacht, Kinder aus ihrem Umfeld zu sexuellen Handlungen genötigt zu haben, diese auf Bild festgehalten und anderen zur Verfügung gestellt zu haben. Besonders rücksichtslos ging laut den österreichischen Beamten ein Wiener Fleischhauer vor. Der 41-Jährige war laut den Ermittlern wegen seiner Brutalität und seiner aggresiven Sprache der "Star des Forums".

Drei Festnahmen in Österreich
Der Fleischhauer, hatte Mädchen zwischen zwei und elf Jahren bevorzugt, kündigte seine Taten an und schilderte deren Ablauf im Vorhinein. Am nächsten Tag stellte er jeweils Aufnahmen von den Vergewaltigungen online. Sogar seine erst zehnjährige Stieftochter missbrauchte er regelmäßig. Er selbst ist Vater von drei eigenen Kindern. Die Mutter bekam von den Handlungen nichts mit, obwohl ihr Mann regelmäßig im Zimmer ihrer Tochter übernachtete und die Türe versperrte.

Der 41-Jährige wurde ebenso verhaftet wie ein 22-jähriger Kärntner, der den zwölfjährigen Sohn eines Freundes misshandelte, und ein 36-jähriger Vorarlberger, der die achtjährige Tochter seiner Lebensgefährtin vergewaltigte. Bei den Einvernahmen der drei Verdächtigen bekam die Polizei Informationen, die zur Ausforschung des Kopfes des Rings, einem Wiener, führten. Zudem wurden die Unterkünfte von zwei Steirern durchsucht.



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