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Norwegen-Attentäter war 2005 kurz in Österreich

Demnach wollte Breivik in Weißrussland Wikingergräber besuchen und interessierte sich auch für die Geschichte des Akw-Unglücks von Tschernobyl. Er habe sich bei seinem Weißrussland-Besuch besonders vor radioaktiv verseuchtem Essen gefürchtet und immer wieder danach gefragt, erinnerte sich eine Reiseleiterin im Gespräch mit gazeta.ru.

Begräbnis von Oslo-Opfer

Mourners gather before a funeral for Bano Rashid, one of the victims of Anders Behring Breivik's massacre of 76 people, at Nesodden church
Dutzende Menschen versammelten sich vor der Nesodden Kirche außerhalt von Oslo
Unterdessen behauptete ein weißrussischer Politiker, Breivik habe vom Geheimdienst in Weißrussland militärisches Training erhalten. Der Oslo-Attentäter sei insgesamt dreimal in seinem Land gewesen, sagte Michail Reschetnikow von der regimetreuen Weißrussischen Patriotenpartei. Sein Deckname beim weißrussischen KGB sei "Wiking" gewesen. Ein zitierter politischer Kommentator zeigt sich dagegen skeptisch bezüglich Reschetnikows Behauptungen. Schließlich habe ja auch der mutmaßliche Mörder von US-Präsident John F. Kennedy, Lee Harvey Oswald, eine Zeitlang in Minsk gelebt und gearbeitet, erinnert Viktor Demidow.

Keine Erwähnung in "Manifest"
In seinem 1.500 Seiten langen "Manifest" hatte Breivik nicht erwähnt, jemals für längere Zeit als Tourist in Österreich gewesen zu sein. Gleichzeitig widmete er der zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683, von der er vermutlich auch die Jahreszahl seiner "Unabhängigkeitserklärung" (2083) abgeleitet hat, ausführliche Passagen und dankte den "Brüdern und Schwestern" aus Österreich.

Breivik hatte am 22. Juli zunächst einen Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude in Oslo verübt und anschließend auf der Insel Utöya zahlreiche Teilnehmer eines Jugendsommerlagers der norwegischen Sozialdemokraten erschossen. Die Zahl seiner Opfer beläuft sich mittlerweile auf 77. Der 32-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft, die ersten Opfer werden nun beigesetzt.

APA/Red.


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3 Kommentare
Hugoport Veteran (514)

Antworten Link Melden 0 am 31.07.2011 10:43

Wir wissen ja nicht wer immer bei uns kurzfristig Urlaub, oder Aufenthalt nimmt ? Wie viele Chaoten müssen wir beherbergen, obwohl wir selbe gar nicht wollen ?

stephan1 Routinier (87)

Antworten Link Melden 0 am 30.07.2011 16:49

Endlich gibt es zwei Berührungspunkte des mutmaßlichen Mörders von Oslo mit Österreich. Er ist zwei Mal in Schwechat umgestiegen und war insgesamt vermutlich sogar ein paar Stunden im Land. Das ist der bisher einzige Beweis, daß der Attentäter Kontakt zu Österreich hatte. Da werden sich die Linken aber freuen. Wenn jetzt gleichzeitig ein Österreicher in Schwechat war, macht er sich hochverdächtig. Daß er eine Woche in Weißrussland war und dort vermutlich sogar zu Kommunisten Kontakt hatte, spielt da weniger Rolle, denn denen will man ja kein Naheverhältnis andichten. Merken unsere Medien und Politiker nicht, wie sie sich lächerlich machen?

strolch25 Veteran (176)

Antworten Link Melden 0 am 30.07.2011 15:54

Ich versehe nicht, warum man Fotos zu einem Bericht bringt, auf denen nichts erkennbar ist - nur zur Phantasieanregung ??

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