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30.04.2010
Ölteppich erreicht Südküste der USA
Nach dem Untergang einer Bohrinsel im Golf von Mexiko hat der daraus entstandene Ölteppich nun die Küste Louisianas erreicht. Die Versuche, das Öl kontrolliert abzubrennen scheiterten am Wetter. Die Regierung erklärte die Verschmutzung zur "nationalen Katastrophe" und macht den Konzern BP dafür verantwortlich.
Ölpest 2010
Diese und andere schlimme Naturkatastrophen können im Jahresrückblick 2010 nachgelesen werden.
Die Katastrophen 2010 im Rückblick
Durch eineinhalb Meter hohe Wellen war es den Rettungsteams nicht möglich, den Ölteppich einzudämmen: Er schwappte einfach über die aufblasbaren Barrieren hinweg, die errichtet wurden. So ist auch ein kontrolliertes Abbrennen des Öls nicht möglich. Wenn sich das Wetter wieder beruhigt, soll der Plan jedoch fortgesetzt werden.
Folgenschwere Auswirkungen
Die US-Regierung erklärte die Ölpest zur "nationalen Katastrophe", da befürchtet wird, die Ausmaße könnten jene des großen Tankerunglücks von 1989 übertreffen. Damals sank die Exxon Valdez und verseuchte mit rund 50.000 Tonnen Öl die Küste Alaskas.
Alle verfügbaren Ressourcen, darunter das Militär, sind im Einsatz um eine ähnliche Katastrophe zu vermeiden. Louisiana rief unterdessen den Notstand aus. Die Regierung in Washington erwartet jedoch, dass der britische Ölkonzern BP die Kosten trägt.
Betreiber der Bohrinsel wird zur Kasse gebeten
"BP ist verantwortlich", erklärte Sprecher Robert Gibbs. "BP ist verpflichtet, die Kosten für die Gegenmaßnahmen und die Säuberungsaktionen zu übernehmen, und sie werden es tun."
Neben einem enormen Imageschaden kommen auf BP auch Kosten in Milliardenhöhe zu. Der Untergang der Valdez kostete Exxon alles in allem umgerechnet 3,2 Milliarden Euro - und dies bereits vor gut 20 Jahren. Die BP-Aktie stürzte unterdessen in den letzten Tagen kontinuierlich ab. BP-Chef Tony Hayward machte unterdessen das Unternehmen Transocean für die Explosion verantwortlich, da es die Bohrinsel von BP geleast hat.
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