Ölpest im Golf von Mexiko

Ölteppich vor USA in Brand gesetzt

Die Behörden legen seit gestern Abend kontrollierte Feuer am Ölteppich im Golf von Mexiko. Denn nachdem ein zweites Leck entdeckt wurde, laufen neuesten Angaben zufolge nun täglich rund 6600 Tonnen Rohöl aus. Bislang scheiterten jedoch alle Versuche, das Bohrloch zu schließen. Die Ölschicht befindet sich bereits 30 Kilometer vor der Küste und breitet sich weiter aus.

Laut US-Küstenwache stellte das kontrollierte Abfackeln des Ölteppichs den letzten Ausweg dar, um eine noch größere Katastrophe zu verhindern. Die Experten begannen mit dem Versuch, das Öl mit aufblasbaren Barrieren einzuhegen und aufs offene Meer zu schleppen.

Trotzdem Gefahren für die Umwelt
"Dort wird es entzündet und kontrolliert abgebrannt“, erklärte Cheri Ben-Iesau, Sprecherin der Küstenwache. Das Öl in den Barrieren müsse eine bestimmte Konzentration erreichen und werde dann mit Brandbeschleuniger angesteckt.

Die drastische Methode ist jedoch umstritten, da große Mengen giftigen Rauchs in den Himmel steigen und verbrannte Ölreste im Meer zurückbleiben. Die US-Umweltbehörde EPA misst während der Feuer die Luftverschmutzung und darf notfalls ein Ende der Brände anordnen. Denn die giftigen Schwaden können Mensch und Tieren schaden, falls sie an Land ziehen. Vögel werden mit Feuerwerken und Lärm aus den betroffenen Regionen vertrieben.

Katastrophe wie bei Untergang der Exxon Valdez
Nach der Explosion der Bohrinsel und ihrem anschließenden Sinken steht in der Vorwoche besteht die Gefahr einer der "bedeutendsten Ölkatastrophen der US-Geschichte“, so die Küstenwache. Es werden Erinnerungen an den Untergang des Tankers Exxon Valdez 1989 wach, als rund 50.000 Tonnen Öl die Küste Alaskas auf einer Länge von fast 2000 Kilometern verseuchten.


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