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30.04.2010
Ölteppich vor den USA: Weitere Bohrungen verboten
Verzweifelter Kampf: Vor der Küste Louisianas versuchen Hilfstrupps mit allen Mitteln, die Ölpest einzudämmen. Nach dem Untergang einer Bohrinsel wurden täglich 21 Lastwagenladungen Rohöl ins Meer gespült. Das US-Heimatschutzministerium hat die weitere Förderung des schwarzen Goldes bis auf Weiteres untersagt.
Doch wie bei Katrina, der sich nach und nach zum schlimmsten Hurrikan in der US-Geschichte auswuchs, droht auch der Untergang der "Deepwater Horizon" eine "nationale Katastrophe" zu werden. Nicht nur die Meeresfrüchte-Züchter bangen, Umweltaktivisten sehen auch die reiche Flora und Fauna im Mississippi-Delta bedroht.
Ölpest erreicht die Küste
Wie Heute.at berichtete, hat eine leichte Ölschicht nach dem Untergang der Bohrinsel die Küste des Bundesstaates Louisiana erreicht. Im offenen Meer treibe eine dicke Ölschicht, meldete die Nachrichtenagentur AP.
Die Lecks, die nach dem Untergang der Deepwater Horizon entstanden waren, konnten nach wie vor nicht abgedichtet werden. Schätzungen zufolge treten täglich 6600 Tonnen Öl aus - eine Menge, die 21 Lastwagenladungen entspricht.
Die Bevölkerung fürchtet ein ähnliches Ausmaß des Schadens wie 1989: Damals sank der Tanker Valdez vor Alaska; elf Millionen Tonnen Öl verseuchten die Küste. Der Konzern Exxon musste 3,2 Milliarden Euro Entschädigung zahlen.
BP-Aktie im Sinkflug
Während in Louisiana der Notstand ausgerufen und 6000 Soldaten der Nationalgarde im Einsatz sind, wird die Verantwortung für das Desaster hin und her geschoben. Die gesunkene Plattform gehört dem Konzern BP, war aber an die Firma Transocean verleast.
Im Weißen Haus hat man indes BP als Schuldigen ausgemacht: "BP ist verantwortlich", erklärte Sprecher Robert Gibbs. "BP ist verpflichtet, die Kosten für die Gegenmaßnahmen und die Säuberungsaktionen zu übernehmen, und sie werden es tun." Die Aktie des Unternehmens stürzte ab.
Küstenwache und Experten des Ölkonzerns versuchen weiterhin, den Ölteppich abzubrennen.
Keine weitere Förderung
Bis die Unfallursache geklärt ist, werde es keine weitere Ölförderung im Golf von Mexiko geben, sagte ein Vertrauter von Präsident Obama heute. Indes droht sich der Ölfilm auszubreiten - nach Angaben der BBC sind mittlerweile auch Alabama, Florida und Mississippi bedroht.
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