"Unislamische Verhaltensweise"

Religionsamt erlässt Fatwa gegen Händchenhalten

Fatwa gegen Händchenhalten

Händchenhalten bei Verlobten gilt nun als "unislamisch".

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Fatwa gegen Händchenhalten

Händchenhalten bei Verlobten gilt nun als "unislamisch".

Auf verlobte Paare kommen in der Türkei schwere Zeiten zu. Das Amt für Religiöse Angelegenheiten hat am Montag auf der Homepage eine Fatwa gegen "unislamische Verhaltensweisen" erlassen. Darunter fällt auch das Händchenhalten in der Öffentlichkeit.

Neben dem Händchenhalten sei es außerdem unangebracht, wenn sich verlobte Paare ohne Anwesenheit anderer Personen alleine in einem Raum aufhalten würden. "Verlobte Paare dürfen nicht flirten und keinen Anlass zu Gerede geben, indem sie sich allein in einem Raum aufhalten. Sie dürfen nicht Händchen halten und müssen sich von unislamischen Verhaltensweisen fernhalten", heißt es auf der Internetseite der Behörde.

Das Amt für Religiöse Angelegenheiten ist direkt dem Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu unterstellt und gilt als höchste islamische Autorität der Türkei. Erst vor wenigen Wochen hatte Präsident Recep Tayyip Erdogan Geburtenkontrolle und Verhütung zu "Landesverrat" erklärt.

BILDER DES TAGES

21.02.2017: Le Pen
21.02.2017: Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen (Front National) lehnte im Libanon vor einem Treffen mit dem libanesischen Großmufti ein ihr gereichtes Kopftuch ab. Das Treffen wurde abgesagt.

Orte: Türkei Ankara

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