Vierbeiner brutal verschleppt

Rumänische Hundefänger stürmten Tierheim

Brutale Hunde-Verschleppung Montage

Mit äußerster Brutalität wurden die Hunde verschleppt.

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Brutale Hunde-Verschleppung Montage

Mit äußerster Brutalität wurden die Hunde verschleppt.

Nichts für schwache Nerven: Erschreckende Szenen filmten Augenzeugen am Freitag in einem von "Vier Pfoten" genutzten Hundeheim in Bukarest. Hundefänger der Tierschutz-Behörde ASPA brachen die Boxen auf und zerrten 70 Hunde in winzige Käfige, um sie auf Lkw zu verladen und in ein öffentliches Tierheim zu bringen. Laut Angaben von "Vier Pfoten" sind vier Hunde durch die brutale Behandlung gestorben.

13 Autos fuhren am Freitag gegen 14 Uhr vor dem Gelände eines städtischen Tierheims im 6. Bezirk von Bukarest, bei dem auch die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" zwei Außenboxen für insgesamt 18 Hunde gemietet hat, vor. Hundefänger der rumänischen Tierschutzbehörde ASPA drangen auf das Gelände vor.

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Wie ein Augenzeuge "Vier Pfoten" berichtete, brachen die Hundefänger die Boxen auf und zerrten die Hunde mit Fangschlingen brutal nach draußen. Augenzeugen filmten die grausame Aktion mit Handykameras und veröffentlichten die schrecklichen Aufnahmen im Internet. Unter Winseln und Jaulen werden die Hunde mit Fangschlingen gewürgt und zu den Autos geschleift. Dort werden sie zum Teil zu zweit oder zu dritt in winzige Käfige gesteckt und auf Lkw verladen. All das geschieht unter den Augen von Polizeibeamten.

Hunde bereits kastriert und weitervermittelt
"'Vier Pfoten' hat einen laufenden Vertrag mit dem 6. Bezirk von Bukarest, der bis Mitte April 2014 gültig ist. Dieser erlaubt uns das Kastrieren von Hunden im 6. Bezirk", erklärt "Vier Pfoten"-Pressesprecherin Elisabeth Penz gegenüber "Heute.at". In den zwei Jahren seit Vertragsabschluss seien dort über 3.000 Hunde kastriert und anschließend weitervermittelt worden.

Auch die meisten der 18 Hunde, die "Vier Pfoten" dort untergebracht hatte, waren bereits kastriert, mit Mikrochips versehen und medizinisch versorgt. Ein Großteil ist zudem bereits an neue Besitzer in Großbritannien weitervermittelt worden. "Es gab absolut keinen Grund, hier einzubrechen", betonte Penz.

Hundefänger drohten Zeugen Prügel an
Ein Zeuge, der selbst Hunde vor Ort untergebracht hatte, schilderte "Vier Pfoten" die brutale Aktion: "Die Hundefänger brachen die Schlösser des Tierheims auf und in die Boxen ein, indem sie die Tore kaputtmachten. Sie haben alles verwüstet. Es ist schwierig, die brutalen Methoden zu beschreiben, mit denen sie die Hunde fingen." Als er protestierte, hätten ihm die Hundefänger sogar Prügel angedroht. Die daneben stehenden Polizisten hätten sich unberührt gezeigt.

Vier Hunde starben an Behandlung
Vier der insgesamt 70 verschleppten Hunde starben durch die brutale Behandlung. Die Vierbeiner wurden in ein öffentliches Tierheim verfrachtet. "Unsere Kollegen haben natürlich versucht, die Hunde zurückzubekommen, aber sie wurden nicht hineingelassen. Das Tierheim ist übrigens ein ehemaliges Gefängnis, die Angestellten ehemalige Gefängniswärter", erklärte die "Vier Pfoten"-Sprecherin "Heute.at".

Nachdem alle 70 Vierbeiner verladen waren, hätten die Hundefänger die Außenboxen, in denen die Hunde kastriert werden, verwüstet, berichtete der Zeuge weiter. "Vier Pfoten" hat bei der rumänischen Polizei bereits wegen Vandalismus, Diebstahl und widerrechtlichen Betretens des Geländes Anzeige gegen die ASPA erstattet.

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