Trumps erste Pressekonferenz

"Russland wird uns mehr respektieren, da ich Präsident bin"

Donald Trump Pressekonferenz

Viel Gerde, wenige Antworten: Donald Trump bei der Pressekonferenz

Mehr Fakten

Donald Trump - Erste Pressekonferenz

Donald Trump Pressekonferenz
Viel Gerde, wenige Antworten: Donald Trump bei der Pressekonferenz

Kirchenhymnen zum Einstieg, große Worte, aber wenig Inhalt bei Donald Trumps erster Pressekonferenz. Highlights: Endlich gab Trump zu, dass die Russen für die Wahlkampf-Hacks verantwortlich sind. Seine Söhne werden die täglichen Geschäftsagenden seiner Firma übernehmen. Trump schimpfte über "Obamacare" und glaubt, dass Russland, China und Mexiko mit Trump als Staatschef Amerika mehr respektieren werden. 

Mit Songs wie "Glory! Glory! Halleluja!" peitschte Trump das Publikum vor seiner ersten Pressekonferenz ein. Dafür erntete er "Trump"-Sprechchöre, während der designierte Präsident das Publikum und die Medien auf sein Erscheinen im Trump Tower warten ließ.

Die Einführung für Trump übernahm dessen Sprecher, der von einer Hexenjagd mancher Medien sprach. Dann folgte Mike Pence, der designierte Vizepräsident, der das Event mit einer Lobesrede auf seinen neuen Chef fortsetzte. Er vergaß nicht, mehrere Male in seiner dreiminütigen Rede zu erwähnen, dass sein Freund Donald Trump Amerika wieder groß machen werde. 

"Ich werde der größte Produzent von Jobs werden, den Gott geschaffen hat"
Trump begann seine erste Pressekonferenz mit einer Auflistung seiner bisherigen Leistungen und erging sich in Superlativen. "Ich werde der größte Produzent von Jobs werden, den Gott geschaffen hat", war sich Trump sicher. Schon vor seiner Einführung habe er "mit Firmen gesprochen, die sonst sicher mit niemandem gesprochen hätten", stellte er klar.  Anschließend schwärmte er, wie toll seine Amtseinführung am 20. Jänner werden würde. Es werde ein "beautiful, beautiful day"("wunder, wunderschöner Tag"), versprach er.

Trump gibt Russen-Hack zu 
Über die Nachricht, dass es ein Sex-Video gebe, mit dem Russland Trump erpressen könne, meinte er, es seien "all fake news, all phoney stuff" ("alles falsche Nachrichten, alles Schwindel"). Wer das verbreitet habe, sei "sick" ("krank"). Der designierte Präsident gab erstmals zu, dass die Russen die USA gehackt hätten. Lange hatte er das hartnäckig geleugnet. Allerdings relativierte er sofort, dass auch viele andere das [Hacken, Anm.] tun würden. Er habe eine gute Beziehung zu Wladimir Putin und sehe das als Vorteil. Doch falls sich das ändern sollte, würde er hart vorgehen. "Does anybody really believe Hillary would be tougher to Putin than me? Give me a break!" ("Glaubt wirklich irgendwer, Hillary würde härte zu Putin sein als ich? Macht mal Pause!")

Trump setzt Söhne als neue Firmenbosse ein
Kurz danach übergab Trump das Mikrophon an eine Sprecherin. Sie gab unter anderem bekannt, dass Donald Trump seine geschäftlichen Agenden an seine Söhne und Manager übergebe und seine Besitztümer in eine Stiftung einbringe. Diese werden allerdings in seinem Besitz bleiben. 

Obamacare "widerrufen und ersetzen"
"Obamacare ist katastrophal", zog Trump hat mit Obamas Gesundheitsreform ins Gericht. Er sei ein Problem der Demokraten und würde Menschen mit den Beiträgen ruinieren. Die Republikaner hätten Pläne, das Programm zu "widerrufen und zu ersetzen". 

Trump konnte sich nicht verkneifen, wieder einmal zu erwähnen, dass die Mexikaner die Mauer zahlen würden, die Trump an der Grenze bauen will. Die Mexikaner hatten dem in der Vergangenheit wiederholt widersprochen. Baubeginn solle kurz nach seiner Amtseinführung sein. 

Trump über "Nazi-Deutschland"-Vergleich
Nach seinem "Nazi-Deuschland"-Tweet befragt (siehe unten) nutzte Trump die Chance noch einmal, seinem Ärger über die Geheimdienste Ausdruck zu verleihen. Es sei eine "Schande", was passiert sei. Dass Infos geleaked seien und auch noch von Medien verbreitet wurden, sei etwas, "was in Nazi-Deuschland passieren hätte können und passiert ist". Buzzfeed, das Medium, dass die Informationen aufgegriffen habe, sei ein "failing pile of garbage" ("Ein versagender Haufen Mist").  
Trump über die Beziehung USA - Russland
"Russland wird uns mehr respektieren, jetzt wo ich das Land leite", zeigte sich Trump sicher. Das würde auch für China, Japan und Mexiko gelten. 

Orte: USA New York

Ihre Meinung

Diskussion: 3 Kommentare